AOK korrigiert Techniker Krankenkasse
ID: 1292163
AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, hat die Äußerungen der Techniker
Krankenkasse (TK) zum Zusammenhang von Prävention und Zuweisungen aus
dem Gesundheitsfonds kritisiert. "Ich bin erschrocken. Was ich da
gelesen habe, zeugt von wenig Sachkenntnis. Entweder hat die TK unser
Finanzierungssystem nicht verstanden oder sie betreibt gezielte
Desinformation", so Litsch.
TK-Chef Dr. Jens Baas hatte Fehlanreize im morbiditätsorientierten
Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) ausgemacht und eine vermeintliche
Präventionsfeindlichkeit des Finanzausgleichs beklagt. Litsch stellte
klar: "Prävention ist sinnvoll. Die AOK hat den höchsten Anteil an
kranken und auch an chronisch erkrankten Versicherten. Sie investiert
von allen Kassenarten am stärksten in Prävention. Über 40 Prozent
aller Präventionsinvestitionen kommen von uns. Und warum machen wir
das? Weil es sich lohnt."
Litsch führte weiter aus: "Was die TK verschweigt, ist, dass
gesunde Versicherte immer noch die besten Risiken sind. Baas'
Vorgänger hat das noch gewusst. Krankenkassen haben also Anreize,
ihre Versicherten dabei zu unterstützen, möglichst gesund zu
bleiben." Wirksame Prävention verbessere die Gesundheit der
Versicherten und senke die Kosten. Das sei immer sinnvoll. Für
Versicherte, weil es ihnen besser gehe, und für Krankenkassen, weil
sich das Finanzergebnis verbessere. Litsch: "Das hat mit den
Zuweisungen aus dem Morbi-RSA gar nichts zu tun."
Litsch verwies auf das Bundesversicherungsamt, das diesen
Zusammenhang bereits 2008 deutlich gemacht habe. Litsch: "Dem
TK-Vorstand sei die Lektüre der BVA-Publikation zur Einführung des
Morbi-RSA ans Herz gelegt. Denn daran hat sich bis heute nichts
geändert!"
Hinweis an die Redaktionen
Link zur BVA-Publikation: http://ots.de/3Psbz
Die Zusammenhänge von Prävention und Finanzausgleich werden auf Seite
11 erläutert.
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Dr. Kai Behrens
Tel.: 030 34646-2309
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Datum: 26.11.2015 - 13:04 Uhr
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