Thüringische Landeszeitung: Die Scharfmacher - Die AfD wird zur Partei der Rechtsausleger / Leitartikel von Axel Zacharias zum Parteitag der AfD in Hannover
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wenn es um die Zukunft der AfD geht. In Erfurt lässt sich
exemplarisch beobachten, wohin die Rechtsausleger-Partei steuert.
Nicht Frauke Petry verkörpert den künftigen Stil jener Truppe, die
vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise aus der Angst vor einem sich
verändernden Deutschland Profit schlägt, sondern der Scharfmacher
Björn Höcke mit seinem radikalen Nationalismus. Da war der Parteitag
von Hannover lediglich eine Etappe auf dem Wege.
Franz Josef Strauß hatte 1986 einmal gesagt, rechts von der CSU
dürfe es keine demokratisch legitimierte Partei geben. Hier zumindest
behielt der alte Haudegen nicht recht. Mit der Spaltung der AfD im
Juli dieses Jahres durch den von Bernd Lucke gegründeten "Weckruf"
hat sich rechts der Union eine nationalkonservative Bewegung
festgesetzt, gegen die so manch CSU-Populist wie ein unschuldiger
Chorknabe wirkt. Zu beobachten ist nicht zuletzt im Thüringer Landtag
eine Truppe, die immer öfter ein einigermaßen unappetitliches
Süppchen kocht. Wem da allmählich der Brecht-Satz vom "fruchtbaren
Schoß" aus dem "Arturo Ui" nicht einfällt, dem ist nicht zu helfen.
Die Flüchtlingskrise jedenfalls hatte die von vielen Beobachtern
bereits abgeschriebene AfD wieder stark gemacht. Es ist nicht zu
leugnen, dass sich die Nationalkonservativen mit dieser Thematik
endgültig etabliert haben, auch wenn dies manch Zeitgenossen nicht
gefällt. Das Wählerpotenzial dafür ist vorhanden und war wohl
unterschwellig schon immer irgendwie da. Es hat sich nur vom
Stammtisch ins Parlament verlagert. Und Frauke Petry wird am Ende
möglicherweise auch nur eine Episode wie Lucke bleiben. Dafür werden
schon Björn Höcke und Alexander Gauland sorgen.
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Datum: 30.11.2015 - 07:00 Uhr
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