Antitranspirante: Doch besser ohne Nano-Partikel?
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Das Umweltbundesamt (UBA) und die Arizona State University (USA) warnen vor Produkten, die auf Nanotechnologie setzen.
Als vor einigen Jahren die großen Kosmetikkonzerne die ersten Antitranspirante auf Basis von Silber-Nanopartikeln oder mit Penta-Peptiden anstatt von Aluminiumsalzen präsentierten, war die Begeisterung groß. Doch Tests und mehrjährige Untersuchungen haben inzwischen gezeigt: Ein sogenanntes Nano-Antitranspirant kann das Schwitzen niemals so effektiv verhindern, wie es ein Aluminium-Mittel tut. Die Nano-Partikelchen helfen lediglich, die Bakterienflora der Haut in Schach zu halten, so dass kaum Schweißgeruch entstehen kann. Doch ist die Begeisterung ob dieser "Future-High-Technology" inzwischen einigen Bedenken gewichen. An Arizona State University (USA) hat man festgestellt, dass die Nanopartikel nach dem Duschen oder Baden unkontrolliert in die Umwelt gelangen, wo ihre Verbreitung und weitere Wirkung nicht mehr nachzuvollziehen ist. Es stellt sich die Frage, ob und wie diese mikroskopisch kleinen Partikel von Lebewesen im Wasser aufgenommen werden, und was Silber oder Penta-Peptide in den Organismen anstellen. Heute kam noch die Warnung des UBA unter seinem neuen Präsidenten Jochen Flasbarth hinzu: "Die Wirkungen der Nanomaterialien in der Umwelt und mögliche gesundheitliche Risiken für den Menschen sind derzeit noch unzureichend erforscht", heißt es.
Vor diesem Hintergrund sollten vom starken Schwitzen betroffene Menschen nach Rücksprache mit dem behandelnen Arzt entscheiden, ob sie sich tatsächlich den bislang unerforschten Kleinst-Partikeln in Silber-Deos bzw. Antitranspiranten mit Pentapeptiden aussetzen wollen, oder als Alternative auf die zu unrecht verrufenen Antitranspirante mit Aluminiumsalzen zurückgreifen, deren angebliche Schädlichkeit seit Jahren widerlegt ist.
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Datum: 22.10.2009 - 12:25 Uhr
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