Westfalenpost: Mit Vollgas in eine Nebelbank / Kommentar von Michael Backfisch zu Syrien
ID: 1293727
Koalition 1200 Bundeswehrsoldaten in die derzeit gefährlichste Region
der Welt schicken. Eine politische Diskussion über den Endzweck einer
solchen Mission fand genauso wenig statt wie eine Abwägung der
Chancen und Risiken.
Gewiss: Nach der beispiellos brutalen Terrorserie in Paris wollte
die Bundesregierung ihre Solidarität mit dem französischen Partner
unterstreichen. Aber muss sie sich deshalb mit der gleichen
Geschwindigkeit in einen Krieg begeben wie Präsident Hollande?
Das Strategie-Defizit der Bundesregierung wird am Eiertanz im
Umgang mit Syriens Machthaber Assad deutlich. Verteidigungsministerin
von der Leyen (CDU) kann sich zwar eine Kooperation mit "Teilen" der
syrischen Truppen vorstellen, aber keine Zusammenarbeit mit Assad.
Wie soll das funktionieren? Auch die fehlende militärische Abstimmung
zwischen den USA und Russland wirft Schatten auf die bevorstehende
Nahost-Mission der Bundeswehr.
Ebenfalls offen sind das Ziel und die Dauer der Militär-Operation.
Welcher syrische Staat soll am Ende stehen? Niemand - so scheint es -
hat innegehalten und die Afghanistan-Mission der Bundeswehr kritisch
beleuchtet. Auch vor 14 Jahren hat Deutschland aus
Bündnis-Solidarität heraus Soldaten entsandt. Die Ergebnisse der
Militäraktion sind unbefriedigend.
Die Bundesregierung handelt überhastet. Vor der Beteiligung an
militärischen Schritten hätte sie darauf dringen sollen, dass der
politische Prozess über die Zukunft Syriens vorangetrieben wird. Da
sich die internationalen Akteure nicht einig sind, steigen die
militärischen Risiken. Die Bundeswehr begibt sich mit Vollgas in eine
Nebelbank.
Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion
Telefon: 02331/9174160
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 30.11.2015 - 20:59 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1293727
Anzahl Zeichen: 2012
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hagen
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 384 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Mit Vollgas in eine Nebelbank / Kommentar von Michael Backfisch zu Syrien"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalenpost (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo
Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef
Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt
Weitere Mitteilungen von Westfalenpost
Das Erste, Dienstag, 1. Dezember 2015, 5.30 - 9.00 Uhr Gäste im ARD-Morgenmagazin ...
7.05 Uhr, André Wüstner, Vorsitzender Deutscher Bundeswehrverband, Thema: Einsatz gegen IS 8.05 Uhr, Simone Peter, Bundesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen, Thema: Einsatz gegen IS 8.35 Uhr, Christoph Holtwisch, CDU, Bürgermeister von Vreden, Thema: Flüchtlinge Pressekontakt: WDR
neues deutschland: Zum Syrien-Einsatz der Bundeswehr: Ein neues Mandat zum Krieg als Rettungsfloß im Ozean politischer Ratlosigkeit ...
Man würde sich wünschen, dass der deutsche Außenminister eine Art politischer Flugzeugträger ist. Dann wäre er - so wie die »Charles de Gaulle« von Zerstörern, Fregatten und U-Booten beschützt ist - von klugen Diplomaten, Nahostexperten und Entwicklungshelfern umgeben. EU-Verbündete wür
phoenix-Runde: Bundeswehr gegen IS - Wie gut sind wir gerüstet? - Dienstag, 1. Dezember 2015, 22.15 Uhr ...
Die Bundeswehr soll die internationale Allianz im Kampf gegen den IS unterstützen. Die Rede ist von 1200 Soldaten. Dies wäre der größte aktuelle Bundeswehreinsatz. Die Bundesregierung will unter anderem Tornado-Aufklärungsflugzeuge und eine Fregatte zur Verfügung stellen. Das Bundeswehrmand
Mittelbayerische Zeitung: Die Zukunft unserer Erde - Die Welt verhandeltüber den Klimaschutz. Trotz aller Widrigkeiten gibt es Chancen für einen Erfolg. Von Reinhard Zweigler ...
Es werde "die wichtigste Konferenz der Geschichte", die "Zeit für Reden ist vorbei". So hieß es 2009 vor der Weltklimakonferenz in Kopenhagen. Doch trotz der rhetorischen Beschwörungen des hochambitionierten Barack Obama produzierte der Gipfel in der dänischen Hauptstadt n




