Westfalen-Blatt: Paderborns Präsident Finke nimmt Effenberg von Kritik nicht aus
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Paderborn, Wilfried Finke, redet nach der sportlichen Misere und der
Suspendierung von drei Spielern Klartext. Im Interview mit dem in
Bielefeld erscheinenden "Westfalen-Blatt" (Montagsausgabe) vergleicht
Finke das 0:4 in Bochum mit der 0:6-Heimpleite gegen Sandhausen:
"Unser Spiel gegen Bochum war noch schlimmer, weil wir noch weniger
Zweikämpfe gewonnen haben. Mehr konnten wir allerdings auch gar nicht
gewinnen, weil wir ja gar nicht in die Zweikämpfe gegangen sind."
Auch seinen Trainer Stefan Effenberg nimmt Finke von seiner Kritik
nicht aus: "Seine Wechsel nach unserer 3:1-Führung gegen 1860 München
waren nicht glücklich. Das wird er eingesehen haben. Der Wille,
nahezu unmögliche Dinge noch möglich zu machen, ist bei ihm stark.
Aber das kann im Moment nicht gelingen, weil die Typen fehlen."
Zum Thema Aufstieg sagt der 64-jährige Finke: »Ich will, egal in
welcher Liga, mit meinem Verein immer zu den Aufstiegskandidaten
gehören. Aber ich muss sagen, dass wir die Gesamtsituation bislang
nicht ernst genug genommen haben. Deshalb müssen wir die fernere
Zukunft im Moment völlig ausblenden und ausschließlich daran denken,
die Kurve zu bekommen, um am Ende nicht tatsächlich etwas mit dem
Abstieg zu tun zu bekommen."
Doch auch mit dem möglichen Marsch in die 3. Liga setzt sich der
Vereinschef auseinander: "Wir würden sportlich wieder bei Null
anfangen müssen. Einigen Vereinen ist das in der Vergangenheit gut
gelungen, einige andere sind aber auch gnadenlos gescheitert und in
der Versenkung verschwunden. Ich halte unseren SC Paderborn aber für
so stabil, dass er, selbst wenn der Super-Gau eintreten würde, auch
den überleben würde. Aber soweit ist es ja noch nicht."
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Datum: 14.12.2015 - 01:00 Uhr
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