Rheinische Post: Kommentar: Fehleinschätzung
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am Kölner Hauptbahnhof hat erneut gezeigt, dass die dortige
Sicherheitsbehörde offenbar Schwierigkeiten hat, Gefahrenlagen
frühzeitig zu erkennen und richtig einzuschätzen. Noch am
Neujahrsmorgen hatte die Polizei keinen genauen Überblick über die
vielen widerwärtigen Übergriffe auf Frauen. Stattdessen erklärte sie
noch in einer Pressemitteilung, dass es in der Stadt bei den
Feierlichkeiten zu keinen besonderen Vorkommnissen gekommen sei. Eine
Panne, für die sich der Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers
gestern öffentlich entschuldigen musste. Schon bei der
"Hogesa"-Demonstration im Herbst 2014 war es in Köln rund um den
Hauptbahnhof aufgrund einer Fehleinschätzung der Polizei zu massiven
gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Damals gelobte die
Behörde Besserung und erklärte, dass so etwas in Köln nicht noch
einmal passieren dürfe. Aber anscheinend hat sich seitdem nicht viel
geändert - anders lässt sich die Fehleinschätzung der Silvesternacht
kaum erklären.
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Datum: 05.01.2016 - 19:43 Uhr
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