Tunnel Rastatt: BIM-Planung wird im Januar abgeschlossen
Arup berät die Deutsche Bahn bei der digitalen Planung des neuen Eisenbahntunnels. Das weltweit tätige Planungs- und Beratungsunternehmen hat die BIM-Implementierung für das Infrastrukturprojekt begleitet. Die Bauarbeiten für die Tunnelröhre beginnen
Der Einsatz von BIM soll eine effizientere Projektsteuerung und dadurch eine höhere Wirtschaftlichkeit und Termintreue gewährleisten. "Auf BIM zu setzen, ist wegweisend für künftige Infrastrukturprojekte", ist sich Jörg Obergfell, verantwortlicher Projektleiter bei der Arup Deutschland GmbH, sicher. "BIM bietet die Möglichkeit, Projekte transparenter zu planen. Die Koordination, insbesondere bei komplexen Großprojekten, wird so deutlich optimiert. Zeit- und Budgetrahmen lassen sich viel besser im Blick behalten, als bei herkömmlichen Planungs- und Steuerungsmethoden. Das bietet den Bauherren mehr Sicherheit." Die Deutsche Bahn folgt mit dem BIM-Pilotprojekt den Empfehlungen der Reformkommission Großprojekte.
Die Großbaustelle Tunnel Rastatt
Der Rastatter Tunnel ist mit 4.270 Metern Länge das zweitgrößte Einzelbauwerk im Großprojekt "Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe-Basel". Diese gehört zur Güterverkehrsstecke Rotterdam-Genua, einer der europäischen Hauptverkehrsachsen mit täglich rund 250 Zügen.
Der Tunnel Rastatt wird künftig das gesamte Stadtgebiet von Rastatt unterqueren. Dafür wird der Eisenbahnverkehr bis zu 20 Meter tief unter die Oberfläche geleitet, was für die Einwohner eine deutlich geringere Lärmbelastung bedeutet. Um so wenig wie möglich in die Umwelt einzugreifen, werden die durch Rastatt verlaufenden Gewässer Murg und Federbach ohne dauerhafte Beeinträchtigung durch den Tunnel unterquert.
Im Frühjahr 2016 beginnt der Tunnelvortrieb. Die gesamte Bauzeit ist auf fünf Jahre angesetzt, ab 2019 soll die technische Tunnelausrüstung erfolgen.
BIM als Mittel zur Qualitätsverbesserung
Auf Basis der traditionell erstellten Planung des Tunnels wurde im Rahmen dieses Pilotprojekts die Anwendung der BIM Methode erprobt. Dazu wurde eine 3D-Planung erstellt und um Termin- und Kostenplanung als vierte bzw. fünfte Dimension erweitert. Auf diese nun deutlich größere Datenbasis können alle Projektbeteiligten zugreifen, was die Transparenz im Hinblick auf Termin- und Kostenpläne deutlich steigert.
Arup hatte bereits im Vorfeld eine Strategie zur Implementierung der Methode BIM für Großprojekte der DB Netz AG erarbeitet.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Arup ist ein weltweit tätiges, unabhängiges Planungs- und Beratungsbüro und die kreative Kraft hinter vielen der weltweit bedeutendsten Projekten der gebauten Umwelt. Internationale Bekanntheit erlangte das Unternehmen mit Beiträgen an Landmarks wie dem Opernhaus in Sydney oder dem Centre Pompidou in Paris. Mit 11.000 Planern, Ingenieuren und Beratern in 90 Büros in 39 Ländern bietet Arup innovative und nachhaltige Lösungen für unterschiedlichste Branchen und Märkte. In Deutschland liefert Arup mit 170 Experten an den Standorten Berlin, Frankfurt und Düsseldorf maßgeschneiderte Lösungen zu allen Anforderungen - von der Fachplanung einer Spezialdisziplin bis zu komplexen, interdisziplinären Projekten.
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Datum: 06.01.2016 - 12:40 Uhr
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