Mitteldeutsche Zeitung: Innenpolitik/Sachsen-Anhalt
Bizarrer Streit: Fußballverein drohen 250 000 Euro Strafe, wenn Bälle auf Privatgrund landen
ID: 1311028
Fußballer angewiesen, sicherzustellen, dass Fußbälle nicht auf ein
benachbartes Privatgrundstück fliegen. Passiert das doch, drohen den
Vereinsverantwortlichen 250 000 Euro Strafe oder eine Ordnungshaft
von bis zu sechs Monaten. Das berichtet die in Halle erscheinende
Mitteldeutsche Zeitung (Donnerstagausgabe). Konkret muss der Verein
laut Urteil sicherstellen, dass nicht mehr als ein Ball pro Woche in
dem Privatgarten landet. Der bizarre Streit um die Kicker des
Kreisoberligisten TuS Kochstedt schwelt schon seit Jahren, unter
anderem hat das Landgericht Dessau die Klage des Grundstücksbesitzers
verhandelt. Der Verein hatte bereits seinen Platz um einige Meter
verlegt, um mehr Abstand zu dem Privatgrundstück zu schaffen. Auch
ein fast 300 Meter langer und vier Meter hoher Ballzaun wurde
errichtet. Das hatte nicht genügt. Der Grundstücksbesitzer
protokollierte penibel, dass dennoch 2013 insgesamt 111 Bälle auf
seinem Gelände landeten und 2014 dann 135. Um einer Ordnungsstrafe zu
entgehen, wollen die Vereinsverantwortlichen den Ballzaun jetzt auf
sechs Meter erhöhen und haben einen Teil des Spielanlange zunächst
gesperrt.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
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Datum: 20.01.2016 - 20:00 Uhr
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