Neue Westfälische (Bielefeld): Gesetzlich vorgeschriebene Auto-Testfahrten für Senioren
Wenn, dann alle
Viktoria Bartsch
ID: 1312202
Auto zu verpflichten ist Unsinn. Um die Straßen sicherer zu machen,
müssten, wenn überhaupt, alle Fahrer - egal ob mit dem Auto oder dem
Motorrad, regelmäßig überprüft werden. Laut der Unfallforschung der
Versicherer (UDV) haben zwar rund 75 Prozent der in Unfälle
verwickelten über 75-Jährigen selbst Schuld an dem Unfall - damit
liegen sie über der Quote der Fahranfänger, der 18- bis 24-Jährigen
-, in der Regel aber verursachen Senioren nicht die
Massenkarambolagen und Raser-Unfälle. Sie kollidieren eher mit ihrem
Auto beim Abbiegen oder Parken. Schlimm genug. Schaut man auf Zahlen
des Statistischen Bundesamts, zeigt sich, dass im Jahr 2014 70.856
Menschen über 65 Jahre an Unfällen mit Personenschaden beteiligt
waren. Das waren 12,6 Prozent aller Unfallbeteiligten. "Senioren
haben damit im Vergleich zu ihrem Bevölkerungsanteil eine
unterproportionale Unfallbeteiligung", heißt es in einer Analyse des
Amts. Die besseren Autofahrer sind Rentner per se aber nicht. Sie
nehmen nur weniger am Straßenverkehr teil als andere. Umgekehrt ist
es aber auch unsinnig, Rentnern per se mit Verweis auf ihren
Gesundheitszustand das Autofahren zu verwehren. Der eine fühlt sich
mit 60 Jahren vielleicht nicht mehr sicher im Straßenverkehr, während
der andere im gleichen Alter noch Bäume ausreißen könnte. Eine
regelmäßige Überprüfung der Fahrtauglichkeit für alle - sei es nach
fünf, zehn oder fünfzehn Jahren - ergibt dagegen Sinn. Denn bei jedem
schleicht sich mit der Zeit Routine ein. Der nicht gesetzte Blinker,
der fehlende Schulterblick oder zu wenig Abstand zum Vordermann -
alles kann zu folgenschweren Unfällen führen. Wer bei der
Überprüfung unsicher oder gefährlich fährt, müsste zur Nachschulung
oder den Führerschein gleich ganz abgeben. Das wäre nur fair. Damit
ginge es nicht um das Alter des Fahrers, sondern ausschließlich um
seine Fahrsicherheit.
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Datum: 24.01.2016 - 20:45 Uhr
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