Westfalenpost: Die Saat der Hysterie darf nicht aufgehen / Kommentar von Andreas Thiemann zur Zerschlagung der Terrorzelle
ID: 1317439
schleust ihre mordlüsternen Mitglieder mitten durch die verzweifelten
Flüchtlingstrecks bis direkt hinein in unsere so herzlich
willkommensbekränzten Unterkünfte. All jene, die dies von Anfang an
befürchtet und lautstark prophezeit haben, fühlen sich spätestens
jetzt in ihren kreischenden Kassandra-Rufen bestätigt.
Doch was folgt nun daraus? Muss die Politik, müssen die
Hilfsbereiten, die Ehrenamtlichen, die als Gutmenschen Verspotteten
umdenken? Muss Argwohn jetzt radikal die Barmherzigkeit ersetzen,
ausgrenzendes Misstrauen nachhaltig die gutwillige Offenheit ablösen?
Nein, das darf nicht die Konsequenz sein. Gleichwohl wäre es aber
nicht weniger als blauäugig und naiv zu glauben, unter den
Hunderttausenden Menschen, die jetzt in unser Land gekommen sind,
wären ausnahmslos nur Biedermänner und keine Brandstifter. Es ist
wohl eine zahlenmäßig verschwindend kleine Zahl an Terror-Anhängern
und Terror-Aktivisten, doch ihre buchstäblich explosive Kraft kann
natürlich fürchterliche Folgen haben. Und zwar im unmittelbaren wie
auch im übertragenen Sinne. Denn die Saat der Gewalt geht ja längst
schon vor der eigentlich geplanten und erfolgten Tat aus.
Die Destabilisierung unserer Gesellschaft schreitet in dem Maße
unheilvoll voran, in dem sie sich in Befürworter und Gegner einer um
Mitmenschlichkeit ausgerichteten Politik spaltet. Die Angst wächst
ins Panische und führt zu blindwütigen, undifferenzierten Reaktionen
- und spielt damit genau der IS-Zielsetzung in die Hände. Wenn die
Saat der Hysterie aufgeht, hat der Terror in jedem Fall gewonnen
Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion
Telefon: 02331/9174160
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.02.2016 - 21:44 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1317439
Anzahl Zeichen: 1930
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hagen
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 296 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Die Saat der Hysterie darf nicht aufgehen / Kommentar von Andreas Thiemann zur Zerschlagung der Terrorzelle"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalenpost (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo
Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef
Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt
Weitere Mitteilungen von Westfalenpost
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Angela Merkel ...
Würde Angela Merkel ihre Politik an Beliebtheitswerten ausrichten, sie hätte einen Riesenfehler gemacht. Sie sagte am Donnerstag 2,3 Milliarden Euro bei der Syrien-Geberkonferenz zu. Außerdem beteiligt sich Deutschland mit 428 Millionen Euro am Drei-Milliarden-Scheck der Europäer zwecks Erwe
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Julian Assange ...
Die Situation ist paradox. Julian Assange droht wegen Geheimnisverrats lebenslange Haft in den USA, aber er will auch nicht weiter in der ecuadorianischen Botschaft in London wie ein Gefangener leben. Wie sich jetzt zeigt, war es ein kluger Schachzug, den Fall von einer Expertengruppe des UN-Me
Schwäbische Zeitung: Islamisten werden nicht aufgeben - Kommentar zum vereitelten Anschlag in Berlin ...
Mehr als 400 in Deutschland lebende Islamisten gelten als "Gefährder", die dazu bereit sind, einen Anschlag zu begehen. Ihre Zahl wächst. Die Extremisten lernen zudem aus den Erfahrungen anderer Terrorzellen im Ausland, sie tarnen sich besser - wohl auch als Flüchtlinge - und nutzen
Schwäbische Zeitung: Ein Anfang in London - Leitartikel zur Syrien-Konferenz ...
Die Londoner Syrien-Konferenz hat am Donnerstag jene Milliarden Dollar gesammelt, die die Vereinten Nationen und die Hilfswerke brauchen, um Flüchtlinge aus Syrien zu versorgen. Um sie zu ernähren, um syrischen Kindern in Jordanien, Libanon und der Türkei eine ordentliche Schulbildung angedeih




