Welttag der Muttersprache: Asylbewerber zu Deutschkursen verpflichten
ID: 1323060
Februar fordert die DEUTSCHE SPRACHWELT, Asylbewerber mit hoher
Bleibewahrscheinlichkeit bereits vor ihrer amtlichen Anerkennung zu
Deutschkursen zu verpflichten. Wer nach Deutschland komme und
voraussichtlich bleiben werde, müsse so schnell wie möglich Deutsch
lernen, heißt es in einer Mitteilung der Sprachzeitung. Andernfalls
drohten Parallelgesellschaften.
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bietet
lediglich für anerkannte Asylbewerber Integrationskurse an. Bis zur
Anerkennung vergehen jedoch mehrere wertvolle Monate. Daher hat die
Bundesagentur für Arbeit (BA) im Herbst ein einmaliges
"Nothilfe"-Programm für Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive aus
Syrien, Eritrea, dem Irak und dem Iran aufgelegt. 222.282 Personen
meldeten sich zu den kostenlosen Deutschkursen an, mehr als doppelt
so viel wie erwartet.
Nach Ansicht der DEUTSCHEN SPRACHWELT ist dieses Programm ein
wichtiger Schritt, weil es Strukturen aufbaute. In der Praxis weist
es jedoch Mängel auf, etwa die Befristung. Die BA-geförderten
Deutschkurse enden in den nächsten Wochen. Bedarf besteht jedoch
weiterhin. Die Sprachzeitung fordert daher, solche Deutschkurse auch
weiter staatlich zu fördern.
Außerdem müsse es eine Pflicht zur Teilnahme und zu regelmäßigem
Erscheinen geben. Nach Kenntnis der DEUTSCHEN SPRACHWELT brachen
viele Teilnehmer ihren Kurs ab oder erschienen nur gelegentlich. Eine
wirksame Kontrolle durch die BA gibt es nicht. Das müsse sich mit
verpflichtenden Deutschkursen ändern. Wer dann schwänze, dessen
Leistungen müßten gekürzt werden. Denkbar sei auch, daß sich
Asylbewerber wie bei Integrationskursen an den Kosten beteiligen oder
daß diese verrechnet werden.
Während Zigtausende Syrer Deutsch lernen, strahlt die Deutsche
Welle seit Dezember ihr Fernsehprogramm in Deutschland auf arabisch
aus. Auch die Tagesschau sendet jetzt ihre Nachrichten im Netz auf
arabisch. Ein Hochschulrektor fordert gar, an deutschen Schulen
Arabisch als gleichberechtigte Unterrichtssprache verpflichtend
einzuführen. Die Politik sollte solche Irrwege beenden oder gar nicht
erst zulassen.
http://www.deutsche-sprachwelt.de/berichte/pm-2016-02-19.shtml
Pressekontakt:
Thomas Paulwitz
Telefon 09131/480661
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Datum: 19.02.2016 - 09:44 Uhr
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