Westfalenpost: Monika Willer zum Online-Handel
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Online-Konzern hat den stationären Handel unumkehrbar verändert.
Dienstleistungen wie das Rückgaberecht ohne Begründung erwartet der
Kunde inzwischen selbstverständlich auch vom Laden vor Ort. Nur
hinter der Theke stehen und die Kasse bedienen, damit kann kein
Geschäft mehr überleben. Die Buchbranche hat es als erste getroffen,
und sie hat erfolgreich reagiert - indem die Buchhandlungen eigene
Onlineshops aufgebaut haben, indem sie das stationäre Einkaufen mit
Lesungen oder neuen Angebotsformaten zum Erlebnis machen - und indem
sie längst bestehenden Service wie die taggleiche Lieferung besser
bewerben. Im Lebensmittelbereich haben Nischenhändler diese
Entwicklung ebenfalls begriffen. Es ist heute kein Problem mehr, sich
Edelsteak vom Gourmetexpress ins Haus bringen zu lassen; Bioläden und
pfiffige Hofläden waren teilweise noch vor der Buchbranche online
unterwegs. Doch das ist erst der Anfang. Die Entwicklung wird kein
Segment des Handels verschonen. Denn die Kunden entscheiden sich ja
nicht für Amazon oder gegen den stationären Laden. In Wahrheit geht
es um Service. Wer sich als lokaler Händler technisch darauf
einstellt und Flexibilität beweist, hat gute Karten.
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Datum: 19.02.2016 - 21:24 Uhr
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