Steinbach/Hirte: Mehr Schutz für religiöse Minderheiten in Erstaufnahmeeinrichtungen

Steinbach/Hirte: Mehr Schutz für religiöse Minderheiten in Erstaufnahmeeinrichtungen

ID: 1326216
(ots) - Gespräch des Stephanuskreises mit Vertretern der
Kirchen und Hilfsorganisationen

Der Stephanuskreis der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat am gestrigen
Donnerstag in einem Gespräch mit Vertretern der Kirchen und
Hilfsorganisationen über die Situation von religiösen Minderheiten in
Asylunterkünften beraten. Dazu erklären die Vorsitzende der
Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach, und der Vorsitzende des
Stephanuskreises, Heribert Hirte:

Erika Steinbach: "Eine generelle Trennung von Flüchtlingen nach
Religionen in den Erstaufnahmelagern kann nur eine Notlösung sein,
die unter anderem dem Schutz bedrängter Christen dienen würde. Die
Vermittlung unserer Werte muss vom ersten Tag an in den
Aufnahmeeinrichtungen beginnen. Wer es da nicht lernt, ist auch
später nur schwer integrierbar. Zu den Grundregeln unserer
Gesellschaft gehört auch die Toleranz Andersgläubigen gegenüber.
Gleichwohl dürfen wir die Menschen, die dringend unseren Schutz
benötigen, nicht alleine lassen."

Heribert Hirte: "Die Berichte unserer Gäste haben bestätigt, dass
Menschen in unseren deutschen Erstaufnahmeeinrichtungen diskriminiert
werden, weil sie zum christlichen Glauben wechseln wollen oder diesen
bereits leben. Wenn es Wege gibt, diese Christen besser vor
Anfeindungen zu schützen, müssen wir diese Wege gehen. Radikale
Islamisten dürfen sich nicht dadurch ermuntert fühlen, Christen
anzugreifen, weil die deutschen Behörden wegschauen.

Eine wirksame Maßnahme könnte eine ausgewogenere Besetzung der
Sicherheitsdienste sein, in denen sich Christen und Muslime ebenso
wiederfinden müssten wie Frauen oder Vertreter ethnischer
Minderheiten. Darüber hinaus sollte geprüft werden, ob in diesem
Zusammenhang bei Einstellungsgesprächen die Frage nach der


Religionszugehörigkeit gestellt werden könnte. Außerdem muss darauf
geachtet werden, dass nicht die Sicherheitsdienste das Hausrecht in
den Unterkünften ausüben, sondern die Betreiber, die zusammen mit den
Bewohnern eine Hausordnung ausarbeiten und diese dann konsequent
umsetzen könnten.

Nicht zuletzt könnten Mitglieder ethnischer und religiöser
Minderheiten in Unterkünften stärker als bisher in einzelnen Gruppen
zusammengefasst werden. Dann können sich diese Gruppen in der
Gemeinschaft selbstbewusster behaupten. Es ist ein Unterschied, ob
sich ein Einzelner einer Überzahl von Andersgläubigen gegenübersieht
oder ob er sich in einer ausreichend großen Gruppe Gleichgesinnter
gegenüber einer Mehrheit artikulieren kann."

Hintergrund:

Nach Medienberichten über Gewalt gegen Christen in deutschen
Erstaufnahmeeinrichtungen und Flüchtlingsunterkünften haben sich der
Stephanuskreis der Fraktion und der Ausschuss für Menschenrechte und
humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages in dieser Woche intensiv
mit dem Thema befasst.

Die Unterredung des Stephanuskreises mit Vertretern der
katholischen und der evangelischen Kirche sowie der Selbstständigen
Evangelischen Kirche ergab, dass die Lage der Christen in den
Erstaufnahmeeinrichtungen unterschiedlich ist. So scheinen
Konvertiten besonders häufig von muslimischen Mitbewohnern
angefeindet zu werden. Dagegen haben kirchliche Träger von
Erstaufnahmeeinrichtungen aber offenbar signifikant weniger mit
Gewalt und Mobbing gegen besonders schutzbedürftige
Flüchtlingsgruppen wie religiöse und sexuelle Minderheiten, aber auch
Frauen, Kinder zu kämpfen.



Pressekontakt:
CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.de
Email: pressestelle@cducsu.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  CDU-General Wegner fordert bessere Teamarbeit Politik und Industrie fordern klare Glücksspielregulierung
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.02.2016 - 10:31 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1326216
Anzahl Zeichen: 4115

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 299 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Steinbach/Hirte: Mehr Schutz für religiöse Minderheiten in Erstaufnahmeeinrichtungen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

CDU/CSU - Bundestagsfraktion (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Freiheit statt Bevormundung im Heizungskeller ...
Technologieoffen, bezahlbar und klimafreundlich: Bundestag beschließt Gebäudemodernisierungsgesetz Am heutigen Freitag beschließt der Deutsche Bundestag das Gebäudemodernisierungsgesetz. Dazu erklären die stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Sepp Müller und Stephan

Opfer von E-Scooter-Unfällen gestärkt ...
Bessere Absicherung und Schadensersatz Der Bundestag hat am gestrigen Donnerstag den Gesetzentwurf zur Haftung bei Unfällen mit Elektrokleinstfahrzeugen im Straßenverkehr beschlossen (BT-Drs. 21/5871). Dazu erklären die rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfrakti

Opfer von E-Scooter-Unfällen gestärkt ...
Bessere Absicherung und Schadensersatz Der Bundestag hat am gestrigen Donnerstag den Gesetzentwurf zur Haftung bei Unfällen mit Elektrokleinstfahrzeugen im Straßenverkehr beschlossen (BT-Drs. 21/5871). Dazu erklären die rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfrakti


Weitere Mitteilungen von CDU/CSU - Bundestagsfraktion


CDU-General Wegner fordert bessere Teamarbeit ...
Angesichts sinkender Zustimmung für die große Koalition in Berlin hat der Generalsekretär der Landes-CDU, Wegner, eine bessere Zusammenarbeit im Senat gefordert. Wegner räumte am Freitag im rbb-Inforadio ein, dass nach dem jüngsten Berlin-Trend von rbb-Abendschau und "Berliner Morge

Kölner Stadt-Anzeiger: Theologe Hans Hobelsberger soll Rektor der Katholischen Hochschule NRW werden - Streit zwischen Hochschule und Kirche beigelegt ...
Neuer Rektor an der Katholischen Hochschule NRW (KatHO) soll nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag-Ausgabe) der Paderborner Theologe Hans Hobelsberger werden. Die Wahl des 1960 geborenen Wissenschaftlers in das Spitzenamt der bundesweit größten Fachhochschule in ka

Weser-Kurier: Kommentar von Peter Mlodochüber die Situation geflüchteter Frauen ...
Der Landesfrauenrat in Niedersachsen legt den Finger in eine ganz tiefe Wunde. Auch wenn Sozial- und Innenministerium bereits ein Schutzkonzept für Frauen in den Flüchtlingsunterkünften auf den Weg gebracht haben, sind die Zustände offenbar vielerorts untragbar. Gerade jüngere Alleinstehende

Weser-Kurier: Kommentar von Joerg Helge Wagnerüber das Asylpaket II ...
Am wichtigsten ist, was nicht hineingepackt wurde in das Asylpaket II: eine Obergrenze. Artikel 16a des Grundgesetzes, dass politisch (!) Verfolgte Asylrecht genießen, gilt weiterhin ohne jede Einschränkung. Das ist der entscheidende Punkt, um Scharfmacher von rechts und Hysteriker von links g


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z