Neue Westfälische (Bielefeld): Hohe Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern
Weniger Bescheidenheit
Sina Wollgramm
ID: 1328480
zwischen Männern und Frauen im EU-Vergleich schlecht abschneidet, ist
ein Armutszeugnis. Die Gründe liegen auf der Hand: Noch herrscht in
vielen Unternehmen ein veraltetes - manche nennen es "traditionelles"
- Rollenbild vor. Das mag sich nicht unbedingt in der Kommunikation
niederschlagen, spannend wird es jedoch in Lohnverhandlungen. Und
hier sind die Frauen selbst gefragt. Warum sollte ein Arbeitgeber
mehr zahlen, als die Arbeitnehmerin bereit ist zu akzeptieren? Aus
wirtschaftlichen Gründen sicher nicht. In der Regel sind es Frauen,
die besser ausgebildet sind. Warum das Licht unter den Scheffel
stellen? Warum mit dem eigenen Verhalten in Lohnverhandlungen das in
unserer Gesellschaft verankerte Frauenbild noch untermauern? Frau
muss bereit sein, für ihre Gehaltsvorstellung zu kämpfen und zu
verhandeln. Und: Arbeitspausen für den Nachwuchs dürfen nicht zu
falscher Bescheidenheit führen. Nichts schult mehr in punkto
Stressbewältigung und Organisationsfähigkeit oder befähigt so sehr
zum Ausüben von Managementpositionen wie die Rolle als Mutter.
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Datum: 02.03.2016 - 20:25 Uhr
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