Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/Asyl
1022 unbegleitete Flüchtlinge in Sachsen-Anhalt - Proteste gegen neues Heim in Halle
ID: 1343347
unbegleiteten Flüchtlinge stark zugenommen. Aktuell leben hier nach
Angaben des Landes-Sozialministeriums 1 022 dieser
Flüchtlingskinder. Vor einem Jahr waren es nur einige Dutzend. Das
berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung
(Dienstagausgabe). Grund des Anstiegs ist eine neue Verteilung auf
die Bundesländer. Die Unterbringung der Flüchtlingskinder stößt
derweil auf Widerstand. In Halle-Nietleben haben entsprechende Pläne
zu wüsten Anwohnerreaktionen geführt. In dem Ortsteil mit gut 2 600
Einwohnern sollen 16 minderjährige Flüchtlinge unterkommen. Bei einer
Informationsveranstaltung hatten Anwohner Befürchtungen geäußert, es
könne zu Gewalt und Belästigung durch die Flüchtlingskinder kommen.
"Wissen Sie, ob die nicht auf mich losgehen?", sagte eine Anwohnerin.
Eine andere äußerte die Vermutung, da kämen "13-Jährige, die Frauen
vergewaltigen". Die Flüchtlingskinder sollen ab Mai in einem
leerstehenden Gebäude in Nietleben unterkommen. Die Einrichtung soll
vom Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes getragen werden. Zwei
Sozialarbeiter und sechs Erzieher sollen die Kinder und Jugendlichen
rund um die Uhr betreuen. Es handelt sich um eine sogenannte
"Clearingstelle". Dort soll etwa festgestellt werden, ob es Verwandte
in Deutschland gibt - nach sechs bis acht Wochen werden die Kinder
dann weiter verteilt. Meist in ein reguläres Heim. Die für die
landesweite Verteilung der minderjährigen Flüchtlinge zuständige
Sozialstaatssekretärin Anja Naumann (SPD) zeigte sich schockiert von
den Anwohner-Reaktionen. Es kämen im Regelfall 14- bis 18-jährige
männliche Jugendliche, die natürlich wie deutsche Jugendliche auch
pubertierten. "Aber man kann doch nicht jedem, der von außen zu uns
kommt unterstellen, dass er ein Vergewaltiger ist. Wo sind wir
hingekommen in Deutschland?", sagte Naumann der Zeitung. Bei der
Anwohnerkritik handele es sich "um Ängste, die nicht durch
Tatsachen belegbar" seien.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
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Datum: 11.04.2016 - 20:00 Uhr
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