Interne Dokumente belegen: USA drängen Europa zur neuen Gentechnik /
EU-Kommission ignoriert Europas Standards für TTIP-Verhandlungen
ID: 1347599
Dokumente der EU-Kommission veröffentlicht Greenpeace heute zusammen
mit Corporate Europe Observatory und Genewatch. Die Papiere beweisen,
dass die US-Regierung erheblichen Druck auf die EU-Kommission ausübt,
um neue gentechnische Verfahren für die Veränderung von Pflanzen
nicht den strengeren EU-Regeln zu unterwerfen. Seit Ende 2015 hat die
EU-Kommission ihre rechtliche Einschätzung immer wieder verschoben.
Aus den Dokumenten geht hervor, dass die neuen Verfahren vermutlich
als Gentechnik eingestuft worden wären. "Die Papiere sind der Beweis,
dass in den geheimen Verhandlungen zu TTIP und CETA auch die
Standards zur Gentechnik gesenkt werden sollen", sagt Greenpeace
Sprecher Christoph von Lieven.
Zum Auftakt der weltgrößten Industriemesse in Hannover wirbt
US-Präsident Obama kommenden Sonntag für das umstrittene
Freihandelsabkommen TTIP. Gentechnik, Regulierungen und
Kennzeichnungen bilden einen zentralen Streitpunkt in den
Verhandlungen über TTIP. "In vorauseilendem Gehorsam ist die
EU-Kommission offensichtlich bereit, das Vorsorgeprinzip den
TTIP-Verhandlungen zu opfern. Wir fordern die geheimen
TTIP-Verhandlungen zu stoppen" sagt Christoph von Lieven.
Mit TTIP und CETA bricht die EU-Kommission eigenes EU-Recht
In Europa existieren klare Regelungen im Umgang mit gentechnisch
veränderten Tieren und Pflanzen. Derzeit wird über den rechtlichen
Status neuer Gentechnikverfahren wie beispielsweise CRISPR/Cas
diskutiert. In den USA gelten diese Methoden des "Genome Editing"
nicht als Gentechnik. Nach Willen der USA und mächtiger
Gentechnikkonzerne wie Monsanto, Cibus oder Dow DuPont soll sich die
EU den US-Standards anpassen.
Den Erfolg der amerikanischen Vorgehensweisen zeigt ein anderer
Fall: 2013 sollten hormonell wirksame Chemikalien im Rahmen der
REACH-Gesetzgebung in der EU verboten werden. Auf Druck der USA hin
wurde jedoch nicht reguliert. Für diese Entscheidung ist die
EU-Kommission vom europäischen Gerichtshof verurteilt worden. Der US
Landwirtschaftsminister Thomas Vilsack lässt sich davon nicht
abschrecken und kündigt an, künftig "weiterhin Druck auf die EU"
auszuüben. "Die Kommission darf nicht einknicken und muss neue
gentechnische Verfahren schnellstens als das regulieren, was sie
sind: Gentechnik," sagt Dirk Zimmermann, Gentechnik-Experte von
Greenpeace.
Am 23. 4. demonstrieren in Hannover tausende Demonstranten für
einen gerechten Welthandel.
Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Greenpeace Sprecher
Christoph von Lieven, Tel. 0171-8780 802, Gentechnik-Experte Dirk
Zimmermann, Tel. 0160-5814 942 oder Pressesprecherin Constanze
Klinghammer, Tel. 0175-3454 113. Internet: www.greenpeace.de.
(Hintergrund und Dokumente) Greenpeace-Pressestelle: Telefon
040-30618-340, Email presse@greenpeace.de; Greenpeace auf Twitter:
http://twitter.com/greenpeace_de, auf Facebook:
www.facebook.com/greenpeace.de.
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 21.04.2016 - 10:01 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1347599
Anzahl Zeichen: 3302
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hamburg / Brüssel
Kategorie:
Umwelttechnologien
Diese Pressemitteilung wurde bisher 350 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Interne Dokumente belegen: USA drängen Europa zur neuen Gentechnik /
EU-Kommission ignoriert Europas Standards für TTIP-Verhandlungen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Greenpeace e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
30. 6. 2026 - Die Zahl der überalterten und schlecht gewarteten Tanker, die russisches Rohöl durch deutsche Gewässer transportieren, ist in den vergangenen Monaten sprunghaft gestiegen, zeigt eine neue Greenpeace-Recherche. Zwischen dem 6. März und dem 16. Juni wählten 42 von insgesamt 136 Tank
Tempo 30 – für sichere Straßen ...
Hamburg (voices) Marissa Reiserer, Mobilitäts-Expertin (Greenpeace) zum Themen-Impuls: Tempo 30: kleines Schild, große Debatte – wie viel Verkehrswende steckt wirklich drin?. Pressekontakt: Gregor Kessler gregor.kessler@greenpeace.org Copyright: Greenpeace e.V. / Die Verwendung dieses Vi
37 Millionen Euro pro Tag: Ölkonzerne kassieren während Waffenruhe im Irankrieg noch mehr ab / Greenpeace-Berechnung: Konzerne geben gesunkenen Rohölpreis an der Zapfsäule nicht weiter ...
Hamburg, 13. 4. 2026 - Die Übergewinne der Ölkonzerne sind während der Waffenruhe zwischen den USA und Iran weiter deutlich gestiegen. Weil die Konzerne nach dem Ende der Kampfhandlungen die gesunkenen Rohölpreise nicht an die Kundschaft weitergaben, schnellten ihre Gewinne in Deutschland um ein
Weitere Mitteilungen von Greenpeace e.V.
Weltweite Feier von Earth Day Gratitude am 22. April 2016 ...
In einem Aufruf für Earth Day, einer neuen Gruppierung, in der u. a. Deepak Chopra, The Earth Day Network, Life is Good, Ron Finley, Rainbow Light, das Downtown Project, Lynne Twist, Rickie Byars Beckwith, Master Sha, Green Our Planet und Living Homes mitmachen, wird zur Feier von Earth Day Gra
ZDF erinnert an die Nuklearkatastrophe in Tschernobyl vor 30 Jahren (FOTO) ...
Vor 30 Jahren, am 26. April 1986, explodierte Block 4 des Atomreaktors im ukrainischen Tschernobyl. Das ZDF erinnert in mehreren Sendungen an die bis heute größte Nuklear-Katastrophe der Geschichte, bei der über 50 Tonnen radioaktives Material frei gesetzt wurden - das entspricht der zehnf
"Risiko Atomkraft": "planet e." nimmt im ZDF 30 Jahre nach Tschernobyl und fünf Jahre nach Fukushima Europas Pannenmeiler in den Blick (FOTO) ...
Wie sicher sind Europas Atomkraftwerke 30 Jahre nach dem Unglück von Tschernobyl und fünf Jahre nach Fukushima? Wie gefährlich können sie für das Atomkraft-Aussteigerland Deutschland werden? Die ZDF-Umweltreihe "planet e." nimmt am Sonntag, 24. April 2016, 14.50 Uhr, Europas P
NABU-Studie: Schärfere Grenzwerte für Schiffsemissionen in Nord- und Ostsee sorgen für klare Verbesserung der Luftqualität ...
Bereits gut ein Jahr seit Einführung verschärfter Schwefelgrenzwerte für Schiffskraftstoffe ist die Luftschadstoffbelastung in Nord- und Ostsee erheblich zurückgegangen. Das ist das Ergebnis einer heute vom NABU vorgestellten Studie. Wissenschaftler des niederländischen Forschungsinstitus CE




