Pflegepakt im Thüringer Landtag - Appelle schaffen keine Fachkräfte / Geld zählt mehr als gute Worte
ID: 1358240
2016 erneut zum Thüringer Pflegepakt. Die Regierungsfraktionen haben
dazu einen Antrag eingebracht. Neben Appellen für mehr Werbung und
Kampagnen finden sich in dem Antrag auch Empfehlungen gegen die
Reform des Pflegeberufegesetzes in der derzeitigen Fassung, was viele
ambulante und stationäre Ausbildungsbetriebe ausdrücklich begrüßen.
Der Aspekt der besseren Bezahlung ist jedoch nicht in den Antrag
eingeflossen. Hier sieht der Bundesverband privater Anbieter sozialer
Dienste e. V. (bpa) die Ziele des sogenannten Pflegepaktes nicht
erfüllt.
"Eine Landesregierung zu bitten, Werbemaßnahmen und Kampagnen für
den Pflegeberuf zu unterstützen, ist ehrenwert, aber nicht
ausreichend. Mit Werbung allein ändern wir nicht den Mangel an
Fachkräften", kritisiert Margit Benkenstein, Vorsitzende des bpa
Thüringen, die den Pflegepakt bei seinem wichtigsten Anliegen noch
nicht am Ziel sieht: "Im Antrag fehlt die Forderung an die
Landesregierung, auf die Pflegekassen und Sozialhilfeträger
einzuwirken, höhere Entgelte zu vereinbaren. Denn nur so kann die
Schere zwischen den Gehältern in West und Ost geschlossen werden,
immerhin bis zu 30 Prozent. Dafür brauchen wir eine konzertierte
Aktion."
Der bpa Thüringen begrüßt die ablehnende Haltung gegen das von der
Bundesregierung geplante neue Pflegeberufegesetz, bei dem die
spezialisierten Ausbildungen zu Alten-, Kranken- und
Kinderkrankenpflegekräften zu einer einzigen zusammengefasst werden
sollen.
"Wenn sich der Landtag schon mit dem Thema Pflege befasst, hätten
wir uns auch gewünscht, dass die Ausbildung in den fast 20 privaten
Altenpflegeschulen der in den sechs staatlichen Schulen
gleichgestellt wird und das Schulgeld entfällt. So etwas erhöht die
Attraktivität, gerade für Nachwuchskräfte", so Benkenstein
abschließend.
Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 9.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon mehr
als 200 in Thüringen) die größte Interessenvertretung privater
Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
275.000 Arbeitsplätze und circa 21.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 21,8 Milliarden Euro.
Pressekontakt:
Kontakt: Thomas Engemann, bpa-Landesbeauftragter Thüringen, Tel.:
0361/653 86 88, www.bpa.de, www.twitter.com/der_bpa
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Datum: 19.05.2016 - 09:55 Uhr
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