Gefährliche Chemie in der Raumluft von Outdoor-Geschäften / Luftmessungen: Greenpeace stellt polyf

Gefährliche Chemie in der Raumluft von Outdoor-Geschäften / Luftmessungen: Greenpeace stellt polyfluorierte Chemikalien fest

ID: 1379363
(ots) - In der Raumluft von Outdoor-Geschäften
weist Greenpeace gefährliche Chemikalien nach. Eine neue Untersuchung
zu den Risiken polyfluorierter Chemikalien (PFC) stellt die
unabhängige Umweltschutzorganisation zum heutigen Auftakt der Messe
für Outdoor-Ausrüstung in Friedrichshafen vor. PFC können aus
Outdoor-Textilien ausdünsten und durch die Atemluft in den
menschlichen Organismus gelangen. Studien zeigen, dass bestimmte PFC
das Immunsystem und den Hormonhaushalt schädigen können. "Mitarbeiter
in Outdoor-Läden sind diesen gefährlichen Stoffen jeden Tag
ausgesetzt", sagt Manfred Santen, Chemiker von Greenpeace.
"Marktführer wie Mammut und North Face müssen endlich konsequent
entgiften." Mit der Kampagne "Detox" fordert Greenpeace
Textilhersteller auf, Risiko-Chemikalien bis zum Jahr 2020 durch
umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen.

Für die vorliegende Untersuchung führten Greenpeace-Aktivisten
Luftmessungen in Geschäften der Outdoor-Marken Mammut, The North
Face, Haglöfs und Norrona in Deutschland, der Schweiz, Italien,
Schweden und Norwegen durch. Die höchste Konzentration an PFC (197
Nanogramm pro Kubikmeter, ng/m³) zeichnete Greenpeace im
Mammut-Flagshipstore in Wolfsburg auf, gefolgt vom Mammut-Geschäft in
Hannover (176 ng/m³). Die gefundenen PFC-Konzentrationen lagen bis zu
60-fach höher als in der Raumluft von Vergleichsräumen ohne
PFC-Quellen, wie Büro- und Seminarräumen. Hier liegen die Werte
deutlich niedriger (1.9 bis 3,1 ng/m³). Im Vergleich zur Außenluft
sind die PFC-Konzentrationen in Outdoor-Fachgeschäften etwa 1000-fach
höher.

Chemikalien dünsten bei Raumtemperatur aus Textilien aus

In Produkttests der Jahre 2011, 2013, 2014 und 2016 hat Greenpeace
die Verwendung von zum Teil umwelt- und gesundheitsschädlichen PFC
bei allen großen Outdoor-Marken nachgewiesen. Mit


Prüfkammeruntersuchungen zeigte Greenpeace bereits 2013, dass einige
PFC, die leicht flüchtigen Fluortelomeralkohole (FTOH), schon bei
Raumtemperatur relevante Konzentrationen an die Umgebungsluft
abgeben. FTOH können im Körper in das krebserregende PFOA abgebaut
werden.

Der Detox-Kampagne von Greenpeace schließen sich heute zwei
Hersteller von Funktionskleidung an: Der deutsche Hersteller Vaude
und die Schweizer Marke Rotauf. Vaude erklärt, bereits bis zum Jahr
2018 vollständig auf PFC zu verzichten.

PFC sind chemische Verbindungen, die in der Natur nicht
existieren. Sie weisen Wasser und Schmutz von Outdoor-Kleidung ab und
werden auch bei der Herstellung von innen liegenden wasserdichten
Membranen (zum Beispiel Gore-Tex) verwendet. Über Nahrung, Luft und
Trinkwasser gelangen sie in den menschlichen Organismus. Eine
Greenpeace-Untersuchung von Schnee- und Wasserproben in entlegenen
Gebieten wies im Herbst 2015 die weltweite Verbreitung von PFC nach.

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Manfred Santen, Tel.
0151-1805 3387, oder Simone Miller, Tel. 0171-870 6647. Die
Messergebnisse finden Sie unter www.greenpeace.de, die
Detox-Versprechen der Firmen unter detox-outdoor.org. Fotos erhalten
Sie unter 040-30618-319. Greenpeace-Pressestelle: Telefon
040-30618-340, Email presse@greenpeace.de; Greenpeace auf Twitter:
http://twitter.com/greenpeace_de, auf Facebook:
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Datum: 13.07.2016 - 09:28 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kategorie:

Chemische Industrie



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