neues deutschland:über das Versagen der Politik bei der Erbschaftsteuer

neues deutschland:über das Versagen der Politik bei der Erbschaftsteuer

ID: 1380163
(ots) - »Bananenrepublik« ist ein zynischer Ausdruck. So
pflegte der Westen kleine Agrarländer des Südens zu schimpfen, die
als Staaten nicht funktionierten, weil sich dort zumeist westliche
Konzerne durch Korruption und Erpressung Regierung und Recht zu
entziehen wussten. Deutschland ist weder klein noch agrarisch. Doch
sind die peinlichen Vorgänge um die Reform der Erbschaftsteuer mit
der Südfruchtmetapher gut getroffen: Von der CSU transportierter
Unternehmerdruck hat das fristgerechte Zustandekommen einer
verfassungsgerechten Regelung verhindert - und schnelle Abhilfe ist
nicht in Sicht.

Nun steuert die Republik auf Neuland zu: Karlsruhe kann selbst
eine Übergangslösung schaffen, wenn der Gesetzgeber dauerhaft keine
legale Regelung finden kann oder will. Das wäre drastisch und wird
doch immer wahrscheinlicher. Denn es ist möglich, dass das, was
Länder und Bund nun in dieser Sache aushandeln, erneut in ein langes
Verfahren mündet. Längst aber steht die Frage im Raum, wie viele
Monate der Rechtsstaat die Nachwirkung eines als verfassungswidrig
erkannten Gesetzes schadlos hinnehmen kann.

Die nun in einem Berliner Kleinkrieg um ein Wohnprojekt
auftrumpfenden Hüter von Law and Order mögen es sich hinter die Ohren
schreiben: Rechtsfreie Räume sind auch bei der Besteuerung von
Reichen nicht hinnehmbar. Genau diesen Zustand haben politische
Versager in diesem Feld herbeigeführt.



Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1722



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Koalitionsfragen, Steuerstreit und mehr: Grünen-Fraktionsvorsitzender Anton Hofreiter im ZDF-Sommerinterview mit Thomas Walde (FOTO) Westfalenpost: Kommentar zu Krankenkassenbeiträgen: Mehr Therapiedisziplin
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 14.07.2016 - 18:14 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1380163
Anzahl Zeichen: 1692

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 356 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland:über das Versagen der Politik bei der Erbschaftsteuer"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

neues deutschland (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

"neues deutschland" heißt jetzt "nd.DerTag" ...
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"

Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver

"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is


Weitere Mitteilungen von neues deutschland


Koalitionsfragen, Steuerstreit und mehr: Grünen-Fraktionsvorsitzender Anton Hofreiter im ZDF-Sommerinterview mit Thomas Walde (FOTO) ...
Was sagt er zu den jüngsten Diskussionen der Grünen um die Wiedereinführung der Vermögenssteuer? Und wie sieht er die Optionen mit Blick auf die Bundestagswahl in einem Jahr: Läuft da vieles auf eine schwarz-grüne Koalition hinaus? Oder gibt es die notwendige Kompromissfähigkeit für

"Zur Sache"-PoliTrend / Ausführliche Ergebnisse in "zur Sache Rheinland-Pfalz!" am 14. Juli 2016, 20.15 Uhr im SWR Fernsehen ...
Wenn am Sonntag Landtagswahl wäre, würde die SPD nur noch auf 33 Prozent kommen. Das sind 3,2 Prozentpunkte weniger als bei der Landtagswahl im März. Die CDU würde leicht dazu gewinnen (plus 1,2 Prozentpunkte). Damit lägen SPD und CDU gleichauf bei 33 Prozent. Die Grünen und die Liberalen k

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Stefan Stark zum Bundeswehr-Weißbuch ...
Bei der Bundeswehr ächzt und knarzt es an allen Ecken und Enden. Ein Vierteljahrhundert wurde sie mit einer radikalen Schrumpfkur zur Bonsai-Armee kaputtgespart. Gleichzeitig erhielt die Truppe immer neue Marschbefehle - in den Hindukusch, vors Horn von Afrika oder zuletzt nach Osteuropa. Dabei s

Weser-Kurier: Weser-Kurier zur Meisterpflicht: ...
Der Wegfall der Meisterpflicht hat nicht dazu geführt, dass junge Menschen keinen Ausbildungsplatz mehr finden oder ergreifen. Die Verbände und Kammern sollten dagegen besser überlegen, wie sie die duale Ausbildung attraktiver machen können, um vorhandene Stellen zu besetzen und für Nachwuchs


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z