Mitteldeutsche Zeitung: zu Bachelor-Studium
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bloßes Ansammeln von Leistungsnachweisen sein. Vielmehr geht es nicht
zuletzt darum, dass der Einzelne auch selbst Interessensgebiete
entdeckt und sich zumindest teilweise eigenständig mit ihnen
auseinandersetzt. Ja, und dass jeder auch mal über den Tellerrand des
eigenen Fachs hinausschaut. Echtes Lernen sollte dabei auch die
Möglichkeit des gelegentlichen Scheiterns umfassen - ohne dass dies
eine Katastrophe sein muss. Ein Studium ist etwas grundlegend anderes
als eine Fortsetzung der Schulzeit um einige Jahre. All das war
früher in vielen Fällen möglich. Und genau daran mangelt es heute
allzu oft. Das hat viel damit zu tun, dass die meisten Studiengänge
auf Bachelor- und Masterabschlüsse umgestellt worden sind - mit
starren Studienordnungen und einem rigiden Zeitplan. Das Ziel der
besseren internationalen Vergleichbarkeit ist und bleibt zwar
richtig, aber es darf nicht zulasten jeder Freiheit im Studium gehen.
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Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
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Datum: 15.07.2016 - 19:07 Uhr
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