Saarbrücker Zeitung: Verbraucherpolitiker wollen "Mindestnutzungszeiten" für Elektrogeräte
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Lebensmitteln sollen künftig für Elektrogeräte wie Waschmaschinen,
Kühlschränke, Drucker oder Handys "Mindestnutzungszeiten" gelten. Wie
die "Saarbrücker Zeitung" (Donnerstag) berichtet, machen sich
Verbraucherpolitiker des Bundestages dafür stark. Ein entsprechender
Antrag der Linksfraktion liegt laut Zeitung dem Parlament bereits
vor.
Hintergrund ist, dass die Lebensdauer von Elektrogeräten immer
kürzer wird und Verbraucher gezwungen werden, Neukäufe zu tätigen. Da
technische Geräte mitunter absichtlich störanfällig konstruiert
würden, "sind Mindestnutzungszeiten wichtig", sagte der Experte der
Linken, Ralph Lenkert, der Zeitung. Laut Antrag sollen für Kühlgeräte
und Waschmaschinen sowie für Pkw mit Ausnahme von Verschleißteilen
fünf Jahre gelten. Drei Jahre sollen Küchenmaschinen,
Unterhaltungselektronik sowie IT-Geräte und Handys mindestens
funktionieren.
Die Verbraucherexpertin der SPD, Elvira Drobinski-Weiß, betonte,
eine "Mindestnutzungszeit" könne ein Weg sein. "Das ist in Ordnung.
Produkte müssen möglichst lange halten." Klar sei allerdings, dass es
oft am Preis eines Elektrogerätes liege, "ob man es länger nutzen
kann oder nicht". Es sei notwendig, so die Expertin der Grünen,
Nicole Maisch, endlich "die Produktverantwortung der Hersteller
auszubauen". Maisch forderte zudem ein Pfandsystem für Handys.
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Datum: 21.07.2016 - 05:00 Uhr
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