Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Donald Trump

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Donald Trump

ID: 1389453
(ots) - Die Enthüllungen über Paul Manaforts
Verwicklungen mit der gestürzten pro-russischen Regierung in der
Ukraine werfen ein Schlaglicht auf Donald Trumps dunkles
Beziehungsnetz zu Moskau. Kritiker nennen den Rechtspopulisten
bereits unter Anspielung auf Richard Condonds Politthriller (»The
Manchurian Candidate«) den »sibirischen Kandidaten«. Eine Zuspitzung
gewiss, aber eine, die mehr als einen Funken Wahrheit in sich trägt.
Ein Blick auf das Personaltableau in Trumps Wahlkampfteam liefert ein
paar erhellende Erkenntnisse. Unabhängig davon, ob Manafort 12,7
Millionen Dollar an Schwarzgeldern von der Partei des korrupten
Putin-Freunds Viktor Janukowitsch kassiert hat, stand er von 2004 an
ganz offiziell auf der Gehaltsliste des russischen Statthalters in
Kiew. Manafort unterhielt auch beste Kontakte zu russischen
Oligarchen, die das Rückgrat der Macht Wladimir Putins bilden. Er
arbeitete unter anderen mit Rinat Akhmetov, Dmitry Firtash und Oleg
Deripaska zusammen. Dann ist da Carter Page, der Trump in
außenpolitischen Fragen berät. Der Investmentbanker hat beste
Kontakte zu Gazprom und gilt als ausgesprochener Putin-Freund. Der
dritte im Bunde ist der pensionierte Generalleutnant Michael Flynn,
der Trump sicherheitspolitisch berät. Flynn saß im vergangenen Jahr
beim zehnjährigen Jubiläum des russischen Propaganda-Senders »RT«
zwei Plätze neben Putin und hielt bei der Gala in Moskau eine gut
bezahlte Rede. Trump selber pflegt seit den 80er Jahren
Geschäftsbeziehungen mit Russland, die dem Magnaten Geldquellen
erschlossen, als amerikanische Banken ihm keine Kredite mehr gaben.
2013 reiste Trump nach Moskau, um in der von Putin-Freund Aras
Agalarov gebauten »Crocus City Hall«, der Premiere der russischen
Ausgabe von »Miss Universe« beiwohnte, für die Trump die Rechte hält.
So bedenklich die Geschäftskontakte in die undurchsichtige Welt der


Oligarchen für sich genommen sind, so alarmierend müssen die
politischen Anbiederungen Trumps an Putin sein. Er stellt den
Nato-Beistand für Russlands Nachbarn in Frage, denkt laut über die
Anerkennung der Annexion der Krim nach, bewundert den autokratischen
Stil des Präsidenten, fordert Russland auf, Hillary Clintons E-Mails
zu hacken, und sorgt auf dem Parteitag der Republikaner klammheimlich
dafür, eine Passage aus dem Parteiprogramm zu streichen, in der es um
Waffenhilfe für die Ukraine ging. Dass Trump ein »sibirischer
Kandidat« ist, gehört zu den Übertreibungen des Wahlkampfs. Als
nützlicher Idiot Putins geht der Dank seines Narzissmus leicht
manipulierbare Spitzenkandidat allemal durch. Ein Grund mehr, warum
seine Wahl ins Weiße Haus mehr als bedenklich wäre.



Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Steinmeier in Russland Badische Neueste Nachrichten: Dicke Bretter - Kommentar von GERHARD WINDSCHEID
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.08.2016 - 21:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1389453
Anzahl Zeichen: 3079

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Bielefeld



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 364 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Donald Trump"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westfalen-Blatt (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

WESTFALEN-BLATT - Till Brönner: "Nichts aus Corona gelernt" ...
Der international renommierte Jazz-Trompeter Till Brönner befürchtet, dass Politik und Gesellschaft nichts aus der Zeit der Corona-Pandemie gelernt haben. "Das Erste, was wir tun, wenn es eng wird, ist ausgerechnet unsere DNA, nämlich die Kultur- und die Veranstaltungsbranche und die, die un

34 Polizeischüsse: Autofahrer gelähmt, Ermittlungen eingestellt ...
Die 34 Schüsse, die Polizisten vor zwei Jahren in Bad Salzuflen auf einen Audi und seinen Fahrer (19) abgegeben hatten, bleiben ohne strafrechtliche Folgen - es wird keinen Prozess geben. Die Staatsanwaltschaft Detmold hat nach WESTFALEN-BLATT-Informationen das Verfahren gegen die beiden Herforder

NRW: Polizei überwacht afghanischen Sexualtäter ...
Im Kreis Herford (NRW) wird ein afghanischer Sexualstraftäter in Absprache mit dem Landeskriminalamt "engmaschig" von der Polizei überwacht. Der 24-Jährige, der als rückfallgefährdet gilt, hatte nach einer Sexualtat eine Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten verbüßt und war in


Weitere Mitteilungen von Westfalen-Blatt


Badische Neueste Nachrichten: Dicke Bretter - Kommentar von GERHARD WINDSCHEID ...
Nicht nur in der Syrien-Frage schalten Putin und Co auf stur. Auch in der Ukraine-Krise setzt Moskau auf die altbewährte Salamitaktik. Das Abkommen von Minsk spielt nur noch eine untergeordnete Rolle. Inzwischen behauptet der Kreml, russische Truppen auf der Krim müssten ukrainische "Terror

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Steinmeier in Russland ...
Die Situation in Aleppo ist nicht nur katastrophal. Sie ist menschenverachtend. 300 000 Männer, Frauen und Kinder sind in der syrischen Stadt eingeschlossen. Sie sind Opfer eines Krieges zwischen von Russland unterstützten syrischen Truppen einerseits und Rebellen andererseits. Hilflos muss di

Stuttgarter Zeitung: Studie zu Mieten im Land ...
Die Mietpreisbremse ändert nichts daran, dass in vielen Gegenden zu wenige Wohnungen gebaut werden. Dass die grün-rote Landesregierung vor zwei Jahren die Landesbauordnung verschärft hat, war sicher kein Beitrag zur Wohnbauförderung. Weniger, dafür transparente Vorschriften für potenzielle I

Weser-Kurier: Kommentar von Hans-Ulrich Brandt zur Rente ...
Der Sache dienlich ist das nicht, denn die Alterssicherung ist ein viel zu bedeutsames Politikfeld, um im Geschacher des Wahlkampfs unter die Räder zu kommen. Sozialpolitische Fehlentscheidungen wie die milliardenteure Ausweitung der Mütterrente oder die Rente mit 63, beides Wahlversprechen der


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z