Neue EKD-Studie: Deutsche wollen
Flüchtlingen weiter helfen
ID: 1395626
November 2015 bis August 2016. Hilfsbereitschaft gestiegen.
Meinungsbild der Deutschen zur Flüchtlings-Debatte trotz Anschlägen
stabil. Osten Deutschlands kritischer als westliche Bundesländer.
Die Deutschen wollen Menschen in Not helfen. Drei von vier
Deutschen können sich einen persönlichen Beitrag zur Flüchtlingshilfe
vorstellen. Die Zahl der in der Flüchtlingshilfe Engagierten ist
2016 weiter gestiegen (November 2015: 10,9 Prozent, Mai 2016: 11,9
Prozent). Das zeigt eine aktuelle Studie des Sozialwissenschaftlichen
Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (SI der EKD).
Zwischen November 2015 und August 2016 wurden in vier
Befragungswellen jeweils 2000 bzw. 1000 Deutsche befragt.
Die stellvertretende Ratsvorsitzende der EKD, Präses Annette
Kurschus, unterstrich angesichts dieser Ergebnisse: "Die Deutschen
zeigen sich weiterhin hilfsbereit gegenüber Menschen in Not. Das
Engagement für Flüchtlinge hat innerhalb kurzer Zeit seinen festen
Platz im Ehrenamt Deutschlands gefunden." Kurschus weiter: "Hilfe,
Mitgefühl und zuversichtliches Anpacken aus tiefer Überzeugung sind
aktuelle Realität. Als Kirchen sind wir dankbar für die vielen
Millionen Ehrenamtlichen, die sich weiterhin und in wachsender Zahl
für Menschen in Not engagieren."
Prof. Gerhard Wegner, Leiter des SI der EKD: "Die Stabilität des
öffentlichen Meinungsbildes im gesamten Untersuchungszeitraum sticht
als Ergebnis unserer repräsentativen Studie hervor. Die große
Mehrheit der Deutschen bringt eine klare ethische Grundorientierung
in den Diskurs um Flüchtlinge und Integration ein. Die Angst vor
Anschlägen hat dieses Meinungsbild nicht verändert. Die mediale und
politische Debattenlage der letzten Monate steht damit in einem
Spannungsfeld zum Meinungsbild der Deutschen." Wegner weiter: "Unsere
regionale Analyse zeigt, dass der Osten Deutschlands in der
Flüchtlingsdebatte deutlich kritischer bleibt als die westlichen
Bundesländer."
Die Studie steht unter www.ekd.de/fluechtlingsstudie-2016.pdf als
Download zur Verfügung. Für O-Töne zur Studie kontaktieren Sie bitte
die EKD-Pressestelle unter (Telefon 0511/2796-269) oder per Mail
presse@ekd.de.
Hannover, 2. September 2016
Pressestelle der EKD
Carsten Splitt
Pressekontakt:
Carsten Splitt
Evangelische Kirche in Deutschland
Pressestelle
Stabsstelle Kommunikation
Herrenhäuser Strasse 12
D-30419 Hannover
Telefon: 0511 - 2796 - 269
E-Mail: presse@ekd.de
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Datum: 02.09.2016 - 06:30 Uhr
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