Westfalen-Blatt: Reinhold Messner: "Sonst hätten die Österreicher Ötzi geklaut"
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für sich, dass die vor 25 Jahren gefundene Eismumie Ötzi in Südtirol
geblieben ist. "Wenn ich nicht so schnell am Fundort gewesen wäre und
die Stelle auf italienischem Gebiet verortet hätte, dann hätten die
Österreicher Ötzi geklaut und für immer behalten", sagte Messner dem
Bielefelder Westfalen-Blatt (Mittwochausgabe). Am 19. September jährt
sich der archäologische Zufallsfund in den Ötztaler Alpen zum 25.
Mal. "In den Alpen orientieren sich die Grenzen an den
Wasserscheiden. Aber man konnte direkt entlang der Wasserscheide
keine Grenzsteine setzen. Die Grenzsteine bilden eine Gerade, das
Wasser verläuft aber in einem Bogen. Was den Einflussbereich des
Wassers angeht, lag Ötzi in Österreich, aber laut Grenzverlauf in
Südtirol, also Italien", erklärt Reinhold Messner. Die
Alpinismus-Ikone musste sich wegen Ötzi viele Vorwürfe gefallen
lassen. Eine Verschwörungstheorie gefällt Messner besonders: "Dass es
sich bei Ötzi um eine ägyptische Mumie handelt, die ich in Ägypten
geklaut und nach Südtirol gebracht hätte, um aus meiner damaligen
Südtirolumrundung eine Sensation zu machen. Die Unterstellungen, die
mir wegen Ötzi gemacht wurden, passen auf keine Kuhhaut."
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Datum: 14.09.2016 - 11:35 Uhr
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