Neue Westfälische (Bielefeld): Freihandelsabkommen CETA
Mehr Zusammenarbeit
Hannes Koch, Berlin
ID: 1400872
Teufelszeug - auch wenn es die Demonstranten in sieben deutschen
Städten am Samstag als solches bezeichnen werden. Der Vertrag für
leichteren und vermehrten gegenseitigen Handel soll abgeschlossen
werden mit Kanada, einem der zivilisiertesten Staaten der Erde.
Wohin sollen sich die Europäer denn sonst wenden, wenn sie weltweit
vertrauenswürdige Kooperationspartner suchen? Der bisherige
Verhandlungsprozess zum CETA-Abkommen hat nachhaltig bewiesen, dass
die kanadische Regierung unter Ministerpräsident Justin Trudeau, dem
Chef der kanadischen Liberalen, mit sich reden lässt - ganz anders
als die US-amerikanischen Verhandlungspartner der EU beim zweiten
heiß diskutierten Freihandelsabkommen TTIP. Beide Seiten wollen einen
neuen Gerichtshof einrichten, vor dem beispielsweise kanadische
Unternehmen klagen können, wenn sie sich von staatlichen
Institutionen in der Europäischen Union benachteiligt fühlen. Wurden
solche Konflikte bisher hinter verschlossenen Türen bereinigt,
sollen sie künftig von öffentlich bestellten Richtern geklärt werden
- ein wesentlicher Fortschritt im Vergleich zu den bisher
favorisierten privaten Schiedsgerichten. Und wenn das EU-Parlament,
der Bundestag oder andere nationale Volksvertretungen weitere
Verbesserungen am Vertragstext wünschen, soll man weiterverhandeln.
Das Abkommen jetzt einfach zu beerdigen, ist jedenfalls keine gute
Lösung. Denn schon heute gibt es zu viel Gegeneinander zwischen
Staaten, die eigentlich enger zusammenarbeiten sollten. Die
Europäische Union erodiert zusehends. Russland und die Türkei nähern
sich autoritären Staatsformen. Da erscheint es ratsam, dass
freiheitliche und soziale Länder künftig stärker kooperieren,
anstatt sich weiter voneinander zu entfernen. Dass auch gefährliche
Zeitgenossen wie die rechtspopulistische AfD und der republikanische
US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump neue Freihandelsverträge
ablehnen, sollte Kritikern ebenfalls zu denken geben.
Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.09.2016 - 20:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1400872
Anzahl Zeichen: 2379
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bielefeld
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 344 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): Freihandelsabkommen CETA
Mehr Zusammenarbeit
Hannes Koch, Berlin"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Westfälische (Bielefeld) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Höhe der Rente unterscheidet sich in NRW von Wohnregion zu Wohnregion teils erheblich. Bei Männern macht es im Jahr einen Unterschied von 5.000 Euro aus, ob sie in Münster (1.185 Euro/Monat) oder im Rhein-Erft-Kreis (1.591 Euro/Monat) leben. Frauen in Gelsenkirchen (818 Euro) bekommen im Jahr
Hunderte Verstöße gegen Spritpreisregel in NRW bleiben folgenlos - ADAC kritisiert "zahnlosen Tiger" ...
Hunderte Tankstellen in Nordrhein-Westfalen verstoßen gegen die gesetzliche Spritpreisregel - doch geahndet wird bislang kein einziger Fall. Seit Anfang April wurden in NRW insgesamt 2.634 unzulässige Preiserhöhungen durch 447 Tankstellen registriert, wie aus einer Analyse von Daten des Bundeskar
Verdi-Chef Werneke: AfD hätte bei uns keine Chance ...
Bielefeld. Verdi-Chef Frank Werneke sieht derzeit keinen wachsenden Einfluss der AfD auf die Gewerkschaften im Land. Auf die Frage im Interview mit der "Neuen Westfälischen" (Bielefeld), ob der Einfluss der AfD auch in Gewerkschaften zunehme, sagt Werneke: "In den Gewerkschaften nich
Weitere Mitteilungen von Neue Westfälische (Bielefeld)
Badische Neueste Nachrichten: Licht und Schatten - Kommentar von Martin Ferber ...
Doch die Anstrengungen haben sich gelohnt. Deutschland hat nicht nur aufgeholt, sondern ist, wie die neueste OECD-Studie belegt, sogar Spitze, was die Zahl der jungen Menschen betrifft, die zur Schule gehen, in Ausbildung sind oder einen Job haben. Jugendarbeitslosigkeit ist hierzulande fast ein
Rheinische Post: Kommentar: Freies W-Lan für alle ...
Gut, wenn nun auch der Europäische Gerichtshof festgestellt hat, dass Anbieter eines offenen Wlan-Netzes nicht für illegales Musiktauschen oder entsprechende Film-Downloads haften: Sie nutzen der Allgemeinheit, indem sie den Bürgern den Zugang ins Internet auch unterwegs erleichtern - das gehÃ
Rheinische Post: Kommentar: Schwacher Einsatz für mehr Bildungschancen ...
Das deutsche Bildungssystem hat sich verbessert, keine Frage. In der Vergangenheit ist viel geschehen, etwa beim Kita-Ausbau, wie nun auch die OECD in ihrer aktuellen Studie bestätigt. 94 Prozent der Dreijährigen sind in einer Betreuungseinrichtung, die Kinder profitieren davon unmittelbar fü
Allg. Zeitung Mainz: Schlüssel / Kommentar zur Bildungsstudie / Von Reinhard Breidenbach ...
Der PISA-Schock ist erst ein paar Jahre her: Deutsche Schüler im europäischen Vergleich die Loser, so hieß es. Nun sind Studien mit unterschiedlichen Ansätzen vielleicht schwer vergleichbar; aber was jetzt aus Richtung OECD verlautet, klingt doch erfreulich. Dennoch kein Anlass für Übermut,




