Weser-Kurier:Über die Berlin-Wahl schreibt Moritz Döbler:
ID: 1401545
Möglichkeiten regiert und hat einen wenig charismatischen
Bürgermeister, ihre Verwaltung ist überfordert und ihre Infrastruktur
marode. Nein, es ist hier nicht von Bremen die Rede, nicht von der
zehntgrößten Stadt Deutschlands, sondern von Berlin, der größten.
Vieles ist dort ganz anders, aber manches eben auch nicht. Die AfD
hat in Berlin mehr als 13 Prozent der Stimmen erreicht, auf nur etwas
weniger Zuspruch könnte sie in Bremen laut einer Umfrage des
WESER-KURIER vom Mai zählen.
In Berlin ist sie es vor allem, die dafür gesorgt hat, dass die
sogenannte Große Koalition über keine Mehrheit mehr verfügt, weil die
einstigen Volksparteien abermals abgestürzt sind. Rot-Grün-Rot ist
nun das wahrscheinliche Bündnis, nachdem der rechte Rand erstarkt ist
- ein Paradoxon, das nicht auf Berlin beschränkt bleiben wird. Denn
wenn jetzt in Bremen gewählt würde, käme das rot-grüne
Regierungsbündnis laut der Umfrage nicht mehr auf eine eigene
Mehrheit. Auch in der Hansestadt hieße das wahrscheinlich
Rot-Grün-Rot, mit der CDU wollte Carsten Sieling als Parteilinker
wohl nicht regieren. Wieder wäre es das Erstarken der AfD, das die
Regierung nach links versetzen würde.
Wenn die Menschen aber rechtere Parteien wählen und dann linkere
Regierungen bekommen, wird das nicht gut gehen. Genauso wenig geht es
gut, wenn die CDU (oder die CSU) die AfD rechts zu überholen
versucht. Nur das bürgerliche Lager gemeinsam, das es nicht nur bei
Union und FDP, sondern auch bei SPD und Grünen gibt, kann und muss
darauf Antworten finden.
Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.09.2016 - 22:34 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1401545
Anzahl Zeichen: 1947
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bremen
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 485 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Weser-Kurier:Über die Berlin-Wahl schreibt Moritz Döbler:"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Weser-Kurier (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz hat das deutsche Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz begrüßt: "Die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum können erheblich sein. Daran besteht kein Zweifel", sagte der Chefökonom d
Banaszak: Grüne wollen Borkum-Abkommen verhindern ...
Der Parteichef der Grünen, Felix Banaszak, sieht sich durch Entscheidung des Bundesrats, keine Stellungnahme zum Gesetzes über ein Unitarisierungsabkommen mit den Niederlanden im Rahmen der geplanten Gasförderung vor Borkum abzugeben, bestätigt: "Ich halte es weiterhin für notwendig, dass
Neue Nato-Vorgaben: Der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschuss, Thomas Röwekamp (CDU), spricht sich für eine allgemeine Dienstpflicht aus ...
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages, der Bremer CDU-Abgeordnete Thomas Röwekamp, spricht sich im "WESER-KURIER" (Bremen) wegen der neuen Nato-Vorgaben zur künftigen Truppenstärke der Bundeswehr für eine allgemeine Dienstpflicht aus. "Aus meiner Si
Weitere Mitteilungen von Weser-Kurier
Stuttgarter Zeitung: Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Berlin ...
Die Schrumpfkur der Volksparteien CDU und SPD ist in Berlin an einem Punkt angelangt, der den Parteistrategen vor der Bundestagswahl in einem Jahr viel Kopfzerbrechen bereitet. Die klassische "große Koalition" ist nicht mehr automatisch groß genug, um zu regieren. Das war schon in B
Stuttgarter Nachrichten: zur Wahl in Berlin: ...
Wer mit Blick auf die Bundestagswahl vom Lagerwahlkampf träumt und ein mögliches rot-grün-rotes Regierungsbündnis auf Landesebene in Berlin zu dessen Vorstufe erklärt, wird sich täuschen. Ebenso, wer angesichts der CDU-Schwäche meint, es brauche bloß eine Korrektur Merkel'scher F
Schweriner Volkszeitung: Schweriner Volkszeitung zu Wahlen in Berlin ...
Geradezu mantrahaft haben die Wahlkämpfer der großen Parteien in den letzten Tagen vor dem Urnengang in Berlin einen Satz mit Verweis auf die Landtagswahl im Norden vor 14 Tagen wiederholt: "Berlin ist nicht Schwerin". Ob das gestrige Ergebnis nun die Folge des großen Weckrufs au
Mitteldeutsche Zeitung: zur Berlin-Wahl ...
Dennoch könnte es sein, dass diese Stadt der Rekordverlierer zum Modellfall wird für Deutschlands politische Zukunft. Hier ist die große Koalition so weit geschrumpft, dass sie zu klein ist für eine Regierung. Nach Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt springen die beiden alten Volksparte




