neues deutschland: Einheitsbericht der Bundesregierung: Spaltbefunde¶
ID: 1403181
deutscher Einheit kommt im Jahresbericht der Bundesregierung nun die
nicht ganz neue, aber unverändert ohnmächtige Feststellung, dass der
Osten ein der Fremdenfeindlichkeit praktisch erlegenes Sondergebiet
sei. So richtig die Sorge angesichts rassistischer Übergriffe und
Gewalttaten besonders im Osten ist, so hilflos wirkt sie. Und der
Appell an den Widerstandsgeist der Ossis aus den Wendejahren bestärkt
diesen Eindruck nur. Der Bericht zum Stand der Einheit selbst ist
symptomatisch für die Probleme, die viele Ostdeutsche offenbar mit
ihrer Rolle im neuen Deutschland haben. Mangelnde Glaubwürdigkeit der
Politik ist einer der Gründe, aus denen sich ihr Frust speist.
Vielleicht gerade wegen spezieller Osterfahrungen. Seit Jahren bemüht
sich dieser Bericht um ein Bild der Zustände, das man nur geschönt
nennen kann. Für Leute, die sich daran erinnern, gibt es hier
frappierende Ähnlichkeiten mit Gewohnheiten in der DDR. Das
entschuldigt keinen Rassismus, ist aber vielleicht Teil der Erklärung
für seinen Erfolg. Und wieder ist bevorzugte Reaktion auf den Bericht
der erhobene Zeigefinger. Vor den Folgen wird gewarnt, die das Bild
des Ostens im Ausland für seine Entwicklung haben könnte. Was ist mit
dem umgekehrten Zusammenhang? Wenn 26 Jahre nach der Wende das
Durchschnittseinkommen im reichsten Ost-Bundesland unter dem im
ärmsten Westland liegt, sagt das alles über Einheit und Spaltung. Und
über den Sinn moralischer Appelle.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 21.09.2016 - 17:59 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1403181
Anzahl Zeichen: 1772
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 372 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Einheitsbericht der Bundesregierung: Spaltbefunde¶"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Schmerzensgeld und Trostpflaster/ taz-Kommentar von Martin Reeh zur Hartz IV-Erhöhung ...
Als Exkanzler Gerhard Schröder am Dienstag den mit 10.000 Euro dotierten Ludwig-Erhard-Preis erhielt, schrieb der Spiegel von einem "Schmerzensgeld". Schließlich habe sich der "aufrechte Reformer" mit der Agenda 2010 unbeliebt gemacht und bei der verlorenen Bundestagswahl 2
Vaatz: Positive Bilanz beim Aufbau Ost ...
Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der deutschen Einheit 2016 Die Bundesregierung hat am Mittwoch ihren Jahresbericht zum Stand der deutschen Einheit vorgestellt. Dazu erklärt der für den Aufbau Ost zuständige Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Arnold Va
Winkelmeier-Becker: "Nein heißt Nein"-Prinzip schützt sexuelle Selbstbestimmung ohne Wenn und Aber ...
Bundesrat berät über Reform des Sexualstrafrechts Am Freitag dieser Woche steht die Reform des Sexualstrafrechts auch auf der Tagesordnung des Bundesrats. Hierzu erklärt die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Elisabeth Winkelmeier-Becker: "Die 'Nein he
Sparen? Nicht bei Jugendhäusern und Sportstätten! ...
Magazin Reader's Digest veröffentlicht repräsentative Umfrage - Kommunen sollten demnach den Rotstift eher bei Kultur- als bei Sportstätten ansetzen Die Steuereinnahmen in Deutschland sprudeln dank der guten Konjunkturlage weiterhin, dennoch müssen die Gemeinden an vielen Stellen sp




