Südwest Presse: Kommentar: Illegale Autorennen
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eines: den Kick. Dass ihr Treiben gefährlich ist, mitunter auch
tödlich enden kann, ist ihnen nicht nur klar. Die Gefahr ist der
Grund, weshalb Raser aufs Pedal drücken. Ein adrenalingetränktes
Lebensgefühl, das noch aufregender wird, wenn es unter Strafe steht.
Die Gesetzesinitiative des Bundesrats, der die Strafen für illegale
Autorennen deutlich verschärfen will, ist ein überfälliger Schritt.
Der Entwurf setzt ein Zeichen der Entschiedenheit. Das Thema ist zu
ernst für halbherzige Schritte. Das zeigte jüngst wieder ein Fall in
Berlin, bei dem ein Unbeteiligter bei einem illegalen Rennen getötet
wurde. Weil solche Rasereien bislang jedoch nur als
Ordnungswidrigkeit geahndet werden, klang das Strafmaß nicht nur in
den Ohren der Raser wie purer Hohn. Bei aller Notwendigkeit des
Vorstoßes: Als Abschreckung wird auch die Verschärfung kaum taugen.
Am schönen Schein des Ohne-Limit-Lebensgefühls wird das höhere
Strafmaß erst kratzen, wenn Verkehrssünder rasch verurteilt werden.
Möglich, dass Wiederholungstaten so reduziert werden. Aber erst wenn
es schmerzt, kommt die Einsicht.Letztlich kann aber nur erhöhte
Polizeipräsenz an kritischen Stellen in Kombination mit einem
härteren gesetzlichen Vorgehen wirken. Raserstrecken sind bekannt.
Dort muss die Polizei durchgreifen und zeigen, dass die Zeiten des
laschen Umgangs mit illegaler Raserei vorbei sind.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
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Datum: 23.09.2016 - 19:10 Uhr
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