Interviewangebot zur UN-Habitat-Konferenz: Die Megacity Kairo nachhaltig und lebenswert gestalten

Interviewangebot zur UN-Habitat-Konferenz: Die Megacity Kairo nachhaltig und lebenswert gestalten

ID: 1408525
(ots) - Über die Hälfte aller Menschen lebt heute in
Städten, 2050 werden es bereits Dreiviertel der Weltbevölkerung sein.
Die dritte Weltkonferenz der Vereinten Nationen zu nachhaltiger
Stadtentwicklung vom 17. bis 20. Oktober 2016 im ecuadorianischen
Quito soll die Weichen für eine nachhaltige Zukunft in unseren
Städten stellen. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale
Zusammenarbeit (GIZ) GmbH unterstützt im Auftrag der Bundesregierung
nachhaltige Stadtentwicklung weltweit, zum Beispiel in Kairos
Armenvierteln.

Ägyptens Hauptstadt ist eine Megacity mit 20 Millionen Einwohnern.
Über die Hälfte davon lebt in Slums. Dort fehlen oft Strom- und
Wasserversorgung, Schulen und Arbeitsplätze. Durch illegale Bebauung
sind die Stadtteile zudem durch schlechte Straßen- und Verkehrsnetze
geprägt. Die GIZ arbeitet im Auftrag des
Bundesentwicklungsministeriums sowie der Europäischen Union an
Lösungen für Kairos Bevölkerung.

"Die Bewohner wissen am besten, was ihnen in ihrem Umfeld fehlt",
erklärt der GIZ-Experte Günther Wehenpohl. "Deswegen verstehen wir
uns als Vermittler. Wir helfen den Ägyptern, ihre Probleme selbst zu
lösen und gestalten Städte für und mit Menschen." Ein
Dachgärten-Projekt etwa sorgt nicht nur für grüne Dächer und
funktioniert als natürliche Klimaanlage der oft vielstöckigen Häuser,
sondern versorgt Familien auch mit mehr Lebensmitteln. Das Projekt
richtet sich dabei insbesondere an Frauen, die dadurch mehr
Selbstständigkeit und Eigenverantwortung erlangen. Denn mit dem
Überschuss der Dachernte können die oft armen Bewohner ihr Einkommen
deutlich verbessern.

Zusammen mit der Bevölkerung in den Armutsvierteln wurden bereits
mehr als 250 solcher Kleinprojekte umgesetzt, von denen bislang schon
rund zwei Millionen Menschen im Großraum Kairo profitieren konnten.



"Was als kleine Idee beginnt, kann große Veränderungen bewirken",
so Wehenpohl. "Wir haben in einem anderen Pilotprojekt die zuvor
illegalen Müllsammler so weit professionalisiert, dass sie heute als
Recyclingunternehmer von der lokalen Verwaltung beauftragt werden.
Hier gewinnen alle: Die Menschen haben anerkannte Jobs, die Straßen
im Viertel sind sauber und auch die Umwelt profitiert von weniger
Müll durch mehr Recycling."

Unser Experte Günther Wehenpohl steht am 11.10.2016 von 16:00 bis
18:00 Uhr und am 12.10.2016 von 14:00 bis 17:00 Uhr telefonisch für
Interviews zur Verfügung.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
GmbH ist ein weltweit tätiges Bundesunternehmen. Sie unterstützt die
Bundesregierung in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige
Entwicklung und in der internationalen Bildungsarbeit. Die GIZ trägt
dazu bei, dass Menschen und Gesellschaften eigene Perspektiven
entwickeln und ihre Lebensbedingungen verbessern.



Pressekontakt:
GIZ Pressestelle
presse@giz.de
Telefon: +49 6196 79 4466

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Datum: 05.10.2016 - 14:09 Uhr
Sprache: Deutsch
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