Weser-Kurier:Über die Entscheidung im US-Wahlkampf schreibt Thomas Spang:
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dürfte als Höhe- und Wendepunkt der bizarren Wahlschlacht zwischen
dem Reality-TV-Star und Hillary Clinton in die Geschichtsbücher
eingehen. Der vulgäre Austausch zwischen Donald Trump und
Hollywood-Produzent Billy Bush über eine verheiratete Frau, die der
Milliardär nach eigenem Zeugnis in seiner Villa sexuell belästigte,
offenbart eine zutiefst gestörte Persönlichkeit. Dieser Mann gehört
nicht ins Oval Office, sondern auf die Couch eines Therapeuten. So
widerlich Trumps unverhohlener Sexismus ist, der Frauen zu Objekten
seiner Begierde degradiert, so wenig erklärt dies die Brisanz des
Videos. Verheerender ist in diesem Fall die politische Dimension
seiner Äußerungen, die ihn als Kandidat für das wichtigste Amt der
Welt endgültig disqualifizieren. Spät, viel zu spät dämmert den
Republikanern, dass dieser Kandidat ihnen nicht nur die Aussicht auf
die Rückkehr an die Macht im Weißen Haus kostet. Wenn Konservative
wegen Trump nicht wählen gehen, leiden darunter alle anderen
republikanischen Kandidaten. Jenseits eines Wunders dürfte seit
Sonnabend das Rennen für Trump gelaufen sein.
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Datum: 09.10.2016 - 19:27 Uhr
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