Mittelbayerische Zeitung: Die Mittelbayerische Zeitung in Regensburg zu den US-Präsidentschaftswahlen
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Im Wandel
Im Wahlkampf 2011 sagte eine Strategin der Republikaner auf die
Frage, warum ihre Partei keine Frau ins Rennen gegen Barack Obama
schickt: "Wir werden doch keine Minderheit gegen eine andere
Minderheit antreten lassen." Eine bezeichnende Aussage für den
Zustand der USA, damals wie heute. Die USA hatten acht Jahre lang
einen Afroamerikaner im Weißen Haus, in Zukunft vielleicht eine Frau.
Es ist diese Aussicht, die einen nicht unerheblichen Teil der
Amerikaner dazu tendieren lässt, Donald Trump zu wählen. Sein Amerika
ist das vor dem Wandel, das keine Wirtschaftskrise und keinen
Bedeutungsverlust erlebt hat, das immer noch oder wieder die
Weltmacht sein möchte, die es in den 1980ern noch war. Im Duell
Clinton-Trump offenbart sich die Identitätskrise, in der die
Vereinigten Staaten stecken. Sie zu lösen ist die größte
Herausforderung für das Land - und eine, die weder Clinton noch Trump
meistern werden.
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Datum: 27.10.2016 - 20:32 Uhr
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