Kauder: Wir müssen auch mit dem neuen US-Präsidenten zusammenarbeiten
ID: 1422180
Nach übereinstimmenden Medienberichten hat Donald Trump die Wahl
zum US-Präsidenten gewonnen. Dazu erklärt der Vorsitzende der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder:
"Wir müssen auch mit Donald Trump als neuem US-Präsidenten
möglichst gut zusammenarbeiten. Eine enge transatlantische
Partnerschaft ist für Deutschland und Europa in den nächsten Jahren
weiter von zentraler Bedeutung.
Die Wahlauseinandersetzung in den USA wirkte auf viele Bürgerinnen
und Bürger in Deutschland verstörend. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion
hofft, dass sich Donald Trump demnächst verstärkt den
Herausforderungen in dieser Welt zuwendet und bei ihrer Bewältigung
der Bedeutung seines Landes gerecht wird. Auch in der Zeit der
Präsidentschaft von Donald Trump wird die CDU/CSU-Bundestagsfraktion
das Ihrige tun, die transatlantischen Beziehungen zu pflegen. Es muss
nun alles daran gesetzt werden, im kommenden Jahr zur neuen
Administration in Washington verlässliche Beziehungen aufzubauen.
Mit den USA verbindet uns Deutsche eine Wertegemeinschaft. Auch
umgekehrt sollte der neue US-Präsident erkennen, dass ein gutes
Verhältnis zu Europa und Deutschland seinem Land letztlich nur nützt.
Auch die Vereinigten Staaten brauchen Freunde. Dabei sollten sie sich
vor Augen halten, dass am verlässlichsten diejenigen Länder sind, mit
denen die Freundschaft seit langem besteht.
Obwohl wir wissen, dass sich die Mehrheit der Deutschen einen
anderen Präsidenten gewünscht hätte, müssen wir gerade jetzt daran
arbeiten, die guten Beziehungen zu den USA zu erhalten. Die USA sind
Deutschlands größter Handelspartner und sie werden es auch in den
nächsten Jahren bleiben. Die guten Handelsbeziehungen sollten nicht
aufs Spiel gesetzt werden. Das Ziel eines Freihandelsabkommens
zwischen Europa und den USA darf nicht voreilig aufgegeben werden.
Im Kampf gegen den Terrorismus sollten alle Seiten an einer engen
Zusammenarbeit interessiert sein. Die Nato muss auch in Zukunft
Eckpfeiler für Frieden und Freiheit in der Welt bleiben. Das Bündnis
garantiert allen Mitgliedern den bestmöglichen eigenen Schutz.
Als Fraktion hoffen wir, dass die USA die oft beschriebene innere
Spaltung überwinden. Das wird schwierig. Der neue US-Präsident hat
hier eine große Verantwortung. Die Art des Wahlkampfes war kein
Vorbild für die Welt. In Deutschland sollten wir uns vor einer
solchen Auseinandersetzung hüten."
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Datum: 09.11.2016 - 08:57 Uhr
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