Fauler Kompromiss
ID: 142918
Fauler Kompromiss
Allein die Tatsache, dass sich die Innenminister erst heute auf die Verlängerung der Bleiberechtsregelung verständigen konnten, ist schon peinlich genug. Noch peinlicher wird es allerdings, wenn sie nun versuchen diesen faulen Kompromiss als humanitären Gnadenakt zu verkaufen.
Die Bleiberechtsregelung gilt nur für Migrantinnen und Migranten, die am Stichtag 1. Juli 2007 mindestens acht Jahre in Deutschland oder sechs Jahre bei Familien mit minderjährigen Kindern gelebt haben. Heute sind die Betroffenen also schon mehr als zehn oder acht Jahre im Land. Es sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, diesen Menschen eine Perspektive ohne Restriktionen und Stichtagsregelungen zu bieten.
Verschwiegen wird auch, dass mit der Bleiberechtsregelung auch eine Verschärfung des Zuwanderungsrechts einher ging. Mindestens 30.000 Menschen konnten die hohen Auflagen für einen geregelten Aufenthaltsstatus nicht erfüllen. Gerade die Auflage einen festen Arbeitsplatz vorzuweisen, erwies sich, in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise, als kaum erfüllbar. Was also hier als humanitärer Gnadenakt verkauft wird, sollte eine Selbstverständlichkeit sein und verdeutlicht erneut das antiquierte Vorgehen der Innenminister in migrations- und integrationspolitischen Fragen. Die Verlängerung um zwei Jahre ist völlig unzureichend und die zu erfüllenden Voraussetzungen, für einen geregelten Aufenthaltsstatus, schließen die Mehrheit der in Deutschland langjährig geduldeten Migrantinnen und Migranten weiterhin aus.
Quelle:
http://www.die-linke.de/nc/presse/presseerklaerungen/detail/artikel/fauler-kompromiss-3/
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 05.12.2009 - 05:35 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 142918
Anzahl Zeichen: 0
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 284 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Fauler Kompromiss"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
DIE LINKE (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Vizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Bundesinnenminister Lothar de Maizière wollen den Zustrom von Flüchtlingen "spürbar und nachhaltig reduzieren." Auf die Kritik zu den massiven Rüstungsexporten unter Sigmar Gabriel reagiert der Wirtschaftsminister mit dem Vorschlag
Merkel macht weniger Schutz bei Zeitarbeit und Werkverträgen zur Chefsache ...
Bundeskanzlerin Merkel will nach dpa-Informationen die Pläne von Bundesarbeitsministerin Nahles (SPD) für eine stärkere Regulierung von Zeitarbeit und Werkverträgen entschärfen. Sie will maximal die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag umsetzen. Die CSU soll gar über einen Bruch des Koalitionsv
Militärmissionen im Irak und Mali nicht ausweiten, sondern beenden ...
"Diese Bundeswehreinsätze sind kein Beitrag für Frieden, sondern Ausdruck einer militarisierten Außenpolitik", erklärt Christine Buchholz, Mitglied im Geschäftsführenden Parteivorstand und verteidigungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der heute vom Bundeska
Weitere Mitteilungen von DIE LINKE
Beste Chancen, den Menschen und der Wirtschaft aus der Krise zu helfen ...
> 13.a) Zweite und dritte Beratung CDU/CSU, FDPGesetz zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums(Wachstumsbeschleunigungsgesetz)- Drs 17/15, 17/138, 17/147, 17/142 - Herr Präsident!Meine sehr geehrten Damen und Herren!Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das Thema meiner heutigen ersten Rede hie
Wachstumsbeschleunigungsgesetz auf dem Weg ...
> Anlässlich der heutigen 2./3. Lesung des Entwurfs eines Wachstumsbeschleunigungsgesetzes im Deutschen Bundestages erklärt der finanzpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Leo Dautzenberg MdB: Mit dem heute in 2./3. Lesung verabschiedeten Wachstumsbeschleunigungsgesetz hat der
Ramsauer zeigt erste Schritte der Vernunft ...
> Zur Freigabe der Bundesmittel fuer die Planung der Y-Trasse erklaert der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Uwe Beckmeyer: Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat dem Draengen der Verkehrspolitiker der SPD nachgegeben. Die von der alten Bundesregierung vorgesehenen Bundesm
Abschaffung der Kettenduldung erforderlich ...
> Zur Herbstkonferenz der Innenminister und -senatoren der Laender in Bremen vom 2. bis 4. Dezember 2009 erklaeren Dieter Wiefelspuetz, Innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und der stellvertretende innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Ruediger Veit: Die Innenmin




