Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Dr. Oetkers Reederei
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Lebhaften. So ist es auch in der Unternehmensfamilie Dr. Oetker. Eher
ruhig verläuft das Nahrungsmittelgeschäft. Gemäß dem Motto »Gegessen
wird immer« des früheren Chefs Dr. August Oetker kennt es in der
Regel nur kleine Ausschläge nach oben oder unten. Ganz anders
verläuft die Bilanz des größeren Schifffahrtsgeschäfts. Wie Wellen
gehen die Kurven weit nach oben und sinken dann in tiefe Täler.
Seit einigen Jahren nun schon ist die See ziemlich rau. Darunter
leiden nicht nur die Finanziers der teuren Schiffe einschließlich
großer Landesbanken, sondern auch die Handelsschifffahrt selbst.
Daher spricht einiges für die Spekulation, dass sich Dr. Oetker von
seiner Reederei Hamburg Süd trennen könnte. Mindestens genau so viel
spricht allerdings im Augenblick auch dafür, dass die
Unternehmensfamilie zusammen bleibt. Schließlich würde der Konzern
die Hälfte des Umsatzes verlieren. Den Beteiligten klingt sicherlich
noch die Warnung des 2007 verstorbenen Firmenpatriarchen Rudolf
August Oetker im Ohr: »Legt ihr alle Eier in einen einzigen Korb,
dann sind, wenn er herunterfällt, alle kaputt.«
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Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261
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Datum: 25.11.2016 - 21:30 Uhr
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