Rheinische Post: Arbeitgeber sehen Zuwanderungsbedarf von drei Millionen Menschen bis 2030
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Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer eine grundlegende Neuorientierung in
der Zuwanderungspolitik. Bis 2030 sind nach Berechnungen der
Arbeitgeber rund drei Millionen neue Zuwanderer im erwerbsfähigen
Alter nötig, um Wettbewerbsfähigkeit und Sozialstaat zu erhalten.
"2030 werden wir nach den Prognosen schon sechs Millionen
Erwerbsfähige weniger haben als heute", sagte Kramer der in
Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Freitagausgabe). "Zwei,
drei Millionen Erwerbstätige können wir hoffentlich aus eigenen
Ressourcen durch mehr Erwerbstätigkeit von Frauen und Älteren sowie
bessere Qualifizierung von Jüngeren rekrutieren. Für die restliche
Lücke brauchen wir mehr systematische Zuwanderung, die sich am
Arbeitsmarkt orientiert", sagte der Präsident der Bundesvereinigung
der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Doch davor scheue die
Politik wegen der Flüchtlingskrise zurück. "Aber die
arbeitsmarktpolitische Zuwanderung darf kein Tabu sein", mahnte
Kramer. "Je früher wir anfangen, den Menschen zu erklären, dass wir
spätestens ab 2030 nicht nur ein gravierendes Problem mit der Rente
haben werden, sondern auch mit der Pflege, mit der
Krankenversicherung, mit der Infrastruktur, ja mit der gesamten
Volkswirtschaft, gewinnt die Zuwanderung mehr gesellschaftliche
Akzeptanz", sagte er. Zuwanderung sei "keine Frage von Ober- oder
Untergrenze, sondern von Bedarf". Deutschland stehe international im
harten Wettbewerb um Fachkräfte. "Es ist nicht so, dass die
Computerspezialisten Schlange stehen, um einzuwandern", sagte Kramer.
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Datum: 02.12.2016 - 00:00 Uhr
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