2,6 Mio. Arbeitsunfähigkeitstage durch Asthma
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Heuschnupfen ist oft die Vorstufe
Die Bagatellisierung von Heuschnupfen hat auch erhebliche ökonomische Folgen: Laut dem aktuellen "Weißbuch Allergie in Deutschland" werden jährlich rund 2,6 Mio. Arbeitsunfähigkeitstage durch Asthma verursacht. Die Gesamtkosten, die durch Asthma entstehen, hier liegen nur Zahlen für Europa vor, werden auf ca. 22 Mrd. Euro pro Jahr geschätzt. Und auch die Vorstufe von Asthma, die allergische Rhinitis, führt bereits zu zahlreichen Arbeitsausfällen, die jedoch nicht separat in der Statistik ausgewiesen werden.
Gerade berufstätige Allergiker scheuen aus Zeitgründen oft die zeitintensive dreijährige Immuntherapie, bei der alle sechs Wochen das Allergen in niedriger Dosierung gespritzt wird. Noch zu wenig bekannt ist, dass eine spezifische Immuntherapie seit einigen Jahren alternativ mit Tropfen oder Tabletten zu Hause durchgeführt werden kann. Und zumindest für die so genannten Gräser-Impf-Tabletten (z. B. Grazax) haben jetzt aktuelle Studien eine auch nach Therapieende anhaltende Wirksamkeit belegt. Das berichtet Prof. Stephan R. Durham vom National Heart and Lung Institute in London. Allergologen hoffen, dass diese neue Therapieoption zu einer höheren Akzeptanz der spezifischen Immuntherapie führt. Bester Zeitpunkt zum Start einer solchen Behandlung sind die belastungsfreien Herbst- und Wintermonate.
Bildzeile: Der häufigste Allergieauslöser sind mit 52 Prozent Gräser- und Roggenpollen.
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Datum: 08.12.2009 - 11:25 Uhr
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