Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Oetker
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Oetker-Konzerns ist wenig überraschend - bemerkenswert ist sie
gleichwohl. Erstmals steht kein Mitglied der Familie mehr an erster
Stelle. Weil Vertreter der älteren und jüngeren Generation der
Unternehmerfamilie sich nicht grün sind und sich nicht auf einen
Kandidaten aus den eigenen Reihen einigen konnten, ist Albert
Christmann letztlich die logische Wahl. Schon 2010 galt Richard
Oetker als - noch familieninterne - Kompromisslösung. Eine Option,
die dieses Mal ausschied.
Christmann aber ist immerhin so etwas wie ein Eigengewächs. Er
kennt das Geflecht der Oetker-Gruppe aus mehr als 400 Firmen seit 35
Jahren. Er kennt noch den unternehmerischen Geist von Rudolf-August
Oetker und hat dem langjährigen Top-Manager Dr. Guido Sandler
assistiert. Zudem war er in beiden Getränkesparten des Konzerns
tätig. Die Last des Kartellverfahrens aus seiner Zeit als Chef der
Brauereigruppe Radeberger sah der Beirat als nicht zu schwer an.
Für den Moment scheint eine gute Lösung gefunden. Doch für die
Zukunft bleibt die Frage von Bedeutung, ob die Familie wichtige
Entscheidungen im Konsens treffen kann.
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Datum: 12.12.2016 - 21:06 Uhr
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