Rheinische Post: Kommentar: Vernünftiger Atom-Deal
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billig davon: Für gut 23 Milliarden Euro können sie sich von allen
Folgekosten freikaufen, obwohl niemand weiß, wie teuer die
Endlagerung des strahlenden Mülls am Ende wirklich wird. Der Betrag
ist auch deshalb gering, weil die Konzerne zuvor Milliarden mit der
Atomkraft verdient haben. Also ein schmutziger Deal nach dem Motto
"Gewinne privatisieren, Kosten sozialisieren"? Nein. Schon die
Besetzung der Kommission, die den Pakt ausarbeitete, steht für einen
fairen Kompromiss: An der Spitze saß mit Jürgen Trittin der erste
Atomgegner der Republik. Und in der Sache gilt: Zum einen ist der
Staat nicht unschuldig am Einstieg in eine Energietechnik, für die
die Frage der Endlagerung nicht gelöst war. Er selbst hat seine
Staatskonzerne damals gedrängt. Zum anderen geht es RWE und Co. heute
so schlecht, dass der Staat gut beraten ist, jetzt zu sichern, was
noch zu sichern ist. Nun sollten die Konzerne schleunigst ihre
Atomklagen fallenlassen, um den Rechtsfrieden zu sichern. Die Suche
nach dem Endlager wird noch schwer genug.
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Datum: 15.12.2016 - 20:52 Uhr
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