NOZ: Astronaut Gerst möchte Weihnachten im All feiern
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Alexander Gerst träumt von Flügen zu Mond oder Mars - 40-Jähriger
will kein Popstar sein
Osnabrück. Astronaut Alexander Gerst reizt es, Weihnachten einmal
im All zu verbringen. Bei dem Gedanken daran fühlt sich der
40-Jährige an ein früheres Fest erinnert: "Ich habe Weihnachten
einmal in der Antarktis gefeiert mit einem Team auf der Spitze eines
aktiven Vulkans bei minus 45 Grad in 3000 Meter Höhe", sagte Gerst
der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). Das habe er als sehr
intensives Gruppenerlebnis empfunden: "Eine tolle Erfahrung, die ich
ohne zu zögern auch auf der Raumstation machen würde." In diesem Jahr
verbringt er Weihnachten aber bei seiner Familie im Kochertal.
Im All auf der Internationalen Raumstation (ISS) war Gerst zuletzt
von Mai bis November 2014. Mit seinen Fotos und Eindrücken hat er die
Raumfahrt und vor allem seine eigene Person in den Fokus gerückt. Er
habe aber nie versucht, ein Popstar zu sein, betonte Gerst. "Dass
Raumfahrt wieder so populär geworden ist in Deutschland, liegt
vielleicht daran, dass ich versucht habe, die Dinge aus den Augen
eines ganz normalen Menschen zu sehen." Die Menschen hätten offenbar
gespürt, dass er das Schöne, das Traurige, das Unheimliche nicht wie
ein Oberlehrer erklären möchte, sondern dass er schlicht seine
Gedanken aufgeschrieben habe.
Seine nächste Mission zur Internationalen Raumstation ist für Mai
2018 geplant. Die Tage bis dahin zählt Gerst aber nicht. "Ich hatte
mir tatsächlich mal einen Timer gesetzt, aber die Zahl war
ernüchternd hoch. Es waren damals noch mehr als 500 Tage."
Für die noch fernere Zukunft träumt Gerst davon, einmal zum Mond
oder Mars zu fliegen: "Ich kriege Gänsehaut, wenn ich mir vorstelle,
einmal auf dem Mond herumzulaufen." Das Großartigste dabei sei der
Gedanke, auf einem anderen Himmelskörper zu sein und von dort auf die
Erde zu blicken.
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Datum: 24.12.2016 - 07:00 Uhr
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