Baugewerbe: Weiterhin Nein zu "Blauer Plakette" / Auch neuer Vorstoß des Bundesbauministeriums verhindert Bauen in Innenstädten
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Wege einer Verordnung, Dieselfahrzeugen die Einfahrt in die
Innenstädte zu verbieten, belastet die Bauwirtschaft und verhindert
den dringend benötigten Wohnungsbau in den Ballungsgebieten."
Erklärte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches
Baugewerbe zum jüngsten Vorstoß aus dem Hause Hendricks.
Pakleppa weiter: "Auch der Vorschlag, dass Fahrzeuge nur mit
geraden bzw. ungeraden Nummernschildern an bestimmten Tagen fahren
dürfen, greift zu kurz. Wir unterstützen daher den Verkehrsminister
in seiner ablehnenden Haltung."
Betroffen von einer solchen Regelung wären nicht nur Baufahrzeuge
und LKW, sondern auch (kleinere) Lieferwagen, Kleinbusse und weitere
Pkw, die Bauunternehmen ihren Mitarbeitern für deren Arbeit zur
Verfügung stellen. "Die Bauwirtschaft hat rund 1,2 Mio. Fahrzeuge,
davon werden 91 Prozent mit Diesel angetrieben. Ein schneller
Umtausch oder eine Umrüstung der gesamten Fahrzeugflotte kommt auch
aus ökonomischen und auch technischen Gründen für die Unternehmen
nicht in Frage," sagte Pakleppa. "Es kann nicht sein, dass die
Politik Maßnahmen beschließt, die für einige Branchen nicht umsetzbar
sind. Es gibt schlichtweg kaum Baumaschinen mit Benzin- bzw.
Elektroantrieb. Wie sollen unsere Unternehmen bauen?" Richtig lösen
lässt sich das Problem nur mit einer neuen Generation von Fahrzeugen
und Maschinen mit schadstoffarmen Motoren.
"Wir sehen die Notwendigkeit, für die Reinhaltung der Luft zu
sorgen, und unterstützen das auch, aber bitte mit Augenmaß.
Sinnvoller wäre es, sich zunächst einmal auf regelmäßig in den
Innenstädten verkehrende Fahrzeuge zu konzentrieren. Hier ist die
öffentliche Hand gefordert, zunächst einmal ihre Fuhrparks
umzurüsten. Denn diese tragen einen ganz wesentlichen Teil zur
Stickoxidbelastung in den Innenstädten bei." Erklärte Pakleppa. Der
ZDB-Hauptgeschäftsführer verwies darüber hinaus auf den
photokatalytischen Baustoff Titandioxid. Dessen Pigmente können nicht
nur einem speziellen Betonsteinpflaster beigemischt werden, sondern
auch Asphalt und Beton. Diese sorgen dann dafür, dass Stickoxide vom
Sonnenlicht schnell abgebaut werden. Da diese Beschichtungen in
Deutschland noch nicht zur Regelbauweise gehören, werden sie noch
nicht eingesetzt.
Pressekontakt:
Dr. Ilona K. Klein
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Kronenstr. 55-58
10117 Berlin
Telefon 030-20314-409, Fax 030-20314-420
eMail klein@zdb.de
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Datum: 28.12.2016 - 10:00 Uhr
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