Lausitzer Rundschau: Knallharte Opposition Die Linke und ihr Wahlprogramm

Lausitzer Rundschau: Knallharte Opposition

Die Linke und ihr Wahlprogramm

ID: 1444476
(ots) - Die Linke ist den anderen Parteien weit voraus.
Während man sich dort noch für die Bundestagswahl personell und
programmatisch sortiert, hat die stärkste Oppositionskraft im
Parlament beides schon im Schaufenster: Bereits vor einigen Wochen
wurden Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch offiziell zu
Spitzenkandidaten ausgerufen. Und seit dem Wochenende sind auch die
Botschaften klar, mit der sie um Wähler werben sollen. Kampf den
Reichen, Solidarität mit den Armen, für einen "grundlegenden
Politikwechsel". Das alles klingt ziemlich vertraut. Die Linke hat
damit noch jeden Wahlkampf bestritten, weshalb sich auch die Frage
stellt, warum die Melodie ausgerechnet diesmal zünden sollte.
Rot-Rot-Grün wird so nicht unbedingt wahrscheinlicher. Die
politischen Fleißkärtchen können jedenfalls nicht verdecken, dass die
Linke einen schlechten Start ins Wahljahr erwischt hat. Zwar ist die
Partei mittlerweile an drei Landesregierungen beteiligt. Doch in
Berlin steckt das Bündnis mit SPD und Grünen schon in der Krise,
nachdem es gerade erst geschmiedet wurde. Wegen falscher Angaben zu
seiner vormaligen Stasi-Tätigkeit wird ein Staatssekretär der Linken
seinen Posten räumen müssen. Den Schatten ihrer DDR-Vergangenheit
wird die Partei offenbar schwerlich los. Doch selbst wenn die
Erinnerung an das Berliner Desaster in den kommenden Wahlkampfmonaten
verblasst, bleibt noch ein anderes Problem, das bis zum Wahltag
Bestand hat: der Umgang mit der AfD. Nahezu der komplette linke
Führungsapparat würde ihre Wähler am liebsten rechts liegen lassen,
derweil Wagenknecht auch gezielt auf der populistischen Klaviatur
spielt, um sie für die Linke zu gewinnen. Das kann auf Dauer nicht
gut gehen. Ohnehin mutet es ziemlich abenteuerlich an, warum ein
AfD-Sympathisant sein Herz für Wagenknecht & Co entdecken sollte, wo
die Linke doch bei seinem Aufreger-Thema Nummer eins, der


Flüchtlingspolitik, weiter unbekümmert offene Grenzen für alle
propagiert. Ähnlich problematisch bleibt übrigens auch, ob es im Land
überhaupt so viele Superreiche gibt, um all die sozialen Wohltaten zu
finanzieren, mit denen die Linke in ihrem Wahlprogramm lockt. Denn
darin wird gleichzeitig gefordert, die Jahresgehälter auf maximal 500
000 Euro zu deckeln. Ein bisschen fühlt man sich an den kuriosen
Wahlkampf von 2009 erinnert. Damals brachte es die Linke fertig,
neben der Losung "Reichtum für alle" auch gleich noch den Slogan
"Reichtum besteuern" zu plakatieren. Ihre Partei werde weder einen
reinen Oppositionswahlkampf machen noch einen reinen
Regierungswahlkampf, versicherte Linken-Chefin Katja Kipping am
Wochenende bei der Vorstellung des Wahlprogramms. Davon stimmt nur
die Hälfte. So sehr die Linke in den Ländern schon
regierungs-geschmeidig war und ist, so knallhart setzt sie im Bund
weiter auf Opposition.



Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik@lr-online.de

Original-Content von: Lausitzer Rundschau, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Weser-Kurier:Über das Projekt wachsende Stadt Bremen schreibt Jürgen Hinrichs: NOZ: NOZ: Verfassungsschutz: NPD verliert in Niedersachsen an Bedeutung
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.01.2017 - 20:37 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1444476
Anzahl Zeichen: 3354

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Cottbus



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 422 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Lausitzer Rundschau: Knallharte Opposition

Die Linke und ihr Wahlprogramm
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Lausitzer Rundschau (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Eine Regel zu viel - zur 2G-plus-Praxis in der Gastronomie ...
Es ist übertrieben, Restaurantbesuche in der Corona-Pandemie noch stärker zu beschränken - indem wie jetzt in Sachsen und Brandenburg Geimpfte und Genesene zusätzlich einen negativen Schnelltest vorweisen müssen. 2G plus bevorzugt die Geboosterten vor jenen Erwachsenen beim Essen gehen, die

Fehlende Lobby für die Lausitz? - Zu den Abgeordneten in Bundestagsausschüssen ...
Für die Lausitz wird es ernst im Strukturwandel. Wichtige Entscheidungen zum Kohle-Ausstieg, aber auch zur Verteilung der zugesagten Milliarden-Zahlungen zur Anpassung des Wandels stehen an. Ein wichtiges Wort spricht dabei der Bundestag mit. Die entsprechenden Gesetze müssen dort verabschiedet

Sachsens neue Bürgerlichkeit - zum Regierungsbündnis in Corona-Zeiten ...
Meißen wird gern als die Wiege Sachsens bezeichnet. Aktuell hat der Kreis rund um die alte Bischofsstadt an der Elbe einen traurigen Rekord zu vermelden. Mit 2328,1 führt er die Inzidenz-Statistik an, dicht gefolgt vom benachbarten Mittelsachsen mit 2099,4. Das sind erschreckend hohe Zahlen, fü


Weitere Mitteilungen von Lausitzer Rundschau


Weser-Kurier:Über Prämien für Tierschutz schreibt Silke Looden: ...
Eine Belohnung von 150 Euro pro Sau verspricht Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) Tierhaltern, die auf den umstrittenen Kastenstand verzichten. Mit der Prämie fängt das Land die Mehrkosten auf, die durch den erhöhten Platzbedarf entstehen. Vorbild ist die niedersä

Weser-Kurier:Über das Projekt wachsende Stadt Bremen schreibt Jürgen Hinrichs: ...
Bremen wächst, stimmt schon. Es gibt einen starken Zuzug aus dem Ausland, EU-Bürger und Flüchtlinge. Gleichzeitig wandern Einwohner ab, bevorzugt ins Umland, weil sie dort erschwinglich wohnen können und eine intakte Infrastruktur vorfinden. Das ist die Gemengelage, und soll man sich jetzt fr

Westfalenpost: Es brennt / Kommentar von Nina Grunsky zur Besoldungserhöhung bei Feuerwehren ...
Es brennt lichterloh - an vielen Stellen. Die Einsatzzahlen der Feuerwehren nehmen stetig zu - der Nachwuchs wird zugleich immer weniger. Die Freiwilligen Feuerwehren im Land klagen seit Jahren darüber. Grund für den Personalmangel ist der demografische Wandel, aber auch die geringere Bereitsc

Westfalenpost: Unter Absingen schmutziger Lieder / Kommentar von Miguel Sanches zum Austritt von Erika Steinbach aus der CDU ...
Sie gehören auf die Blaue Liste. Konservative sind in der CDU eine bedrohte Art. Werden sie alle rübermachen, in die AfD? Erst Alexander Gauland, demnächst Erika Steinbach? Die Entwicklung hat sich jahrelang abgezeichnet, spätestens mit der Bildung des "Berliner Kreises". Man muss


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z