Roesler muss jetzt handeln

Roesler muss jetzt handeln

ID: 144527

Roesler muss jetzt handeln



(pressrelations) - >
Zu den Prognosen zur Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen erklaert die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Elke Ferner:

Die aktuellen Ergebnisse des Schaetzerkreises beim Bundesversicherungsamt machen eines deutlich: Solange die SPD im Gesundheitsministerium Verantwortung getragen hat, waren die Finanzen in Ordnung. Zwar geht der Schaetzerkreis davon aus, dass der Gesundheitsfonds ein Defizit von 2,1 Milliarden Euro haben wird. Allerdings ist dies bei der groessten Wirtschaftskrise aller Zeiten nicht verwunderlich. Die Kassen werden in jedem Fall die fuer 2009 zugesagten Zuweisungen in Hoehe von 166,8 Milliarden Euro erhalten. Somit fehlen den Krankenkassen fuer die geschaetzten Ausgaben von 167,3 Milliarden Euro noch 500 Millionen Euro. Auch der Liquiditaetskredit wird aller Voraussicht nach nicht erforderlich werden. Trotz alledem musste in diesem Jahr nur eine kleine Betriebskrankenkasse einen Zusatzbeitrag erheben.

Fuer das Jahr 2010 geht der Schaetzerkreis davon aus, dass den Krankenkassen vier Milliarden Euro zur Deckung ihrer Ausgaben fehlen. Und das obwohl im kommenden Jahr 5,4 Milliarden Euro (1,5 Milliarden Euro gesetzlich vorgesehener Zuwachs und die avisierten 3,9 Milliarden Euro einmaliger Steuerzuschuss) mehr Steuermittel zur Verfuegung stehen als in diesem Jahr.

Vor dem Hintergrund der groessten Wirtschaftskrise aller Zeiten und damit verbunden einem Defizit bei den Krankenkassen von vier Milliarden Euro muessen Minister Roesler und die schwarz-gelbe Koalition handeln - anstatt die Haende in den Schoss zu legen.
Diese Entwicklung fuer 2010 war bereits im Oktober absehbar - aber die schwarz-gelbe Koalition inszeniert lieber ideologische Grabenkriege um die unsoziale Kopfpraemie, die ohnehin nicht zu finanzieren ist.

Die Koalition und Herr Roesler muessen jetzt Farbe bekennen:
Wollen sie die Ausgaben ungebremst ansteigen lassen und ihre Klientelpolitik durch Zusatzbeitraege, die alleine die Versicherten zahlen muessen, finanzieren? Oder ergreifen sie endlich gesetzliche Massnahmen, damit die Ausgaben beziehungsweise der Ausgabenzuwachs begrenzt werden und damit die Versicherten, die ohnehin schon die groesste Last der Wirtschaftskrise alleine schultern muessen, von Zusatzbeitraegen verschont bleiben.



Wer jetzt nicht handelt, hat die Zusatzbeitraege zu verantworten.

Wir fordern Herrn Roesler und die schwarz-gelbe Koalition auf, sofort gesetzliche Massnahmen zu ergreifen, um zum Beispiel mit einem Arzneimittelsparpaket die Ausgaben zu begrenzen und gegebenenfalls weitere Steuermittel zur Verfuegung zu stellen, damit die Krankenkassen auch im kommenden Jahr keine Zusatzbeitraege erheben muessen. Wer Geld fuer sinnlose Geschenke an Hotelketten hat, sollte fuer die etwa 70 Millionen Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung auch etwas uebrig haben.

Die Lasten der Krise und politisch gewollte Leistungsverbesserungen sowie hoehere Aerztehonorare duerfen nicht alleine den Versicherten aufgebuerdet werden, auch wenn Herr Roesler mit der Erhebung von Zusatzbeitraegen sich seiner unsozialen Kopfpraemie schon einen Schritt naeher sieht.


© 2009 SPD-Bundestagsfraktion - Internet: http://www.spdfraktion.deUnternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Scholz: Von der Leyen muss Mindestlöhne für Zeitarbeiter durchsetzen Deutsche Welle und Reporter ohne Grenzen suchen beste Blogs für die Meinungsfreiheit
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 10.12.2009 - 15:06 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 144527
Anzahl Zeichen: 0

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 272 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Roesler muss jetzt handeln"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

SPD-Bundestagsfraktion (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Koalition baut Verbraucherschutz weiter aus: Neues Recht auf Reparatur schont Geldbeutel und Umwelt ...
Der Deutsche Bundestag beschließt heute in zweiter und dritter Lesung das Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie zur Förderung der Reparatur von Waren. Die neuen Regelungen erleichtern es Verbraucherinnen und Verbrauchern, defekte Produkte reparieren zu lassen, und unterstützen so den Weg aus der

Bildung für Nachhaltigkeit: Zukunftskompetenzen für alle ...
Heute hat das Bundeskabinett den Achten Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) beschlossen. Für die SPD-Bundestagsfraktion ist klar: Dieser Bericht zeigt, dass nachhaltige Bildung ein Schlüssel für sozialen Zusammenhalt, wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit und erfolgreichen Klimasc

Einsetzung der Nord-Süd-Kommission ist wichtiger Schritt ...
Die heutige Entscheidung des Bundeskabinetts, die Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission einzusetzen, ist ein wichtiger Schritt für eine gerechtere internationale Zusammenarbeit. Damit nimmt ein zentrales Vorhaben des Koalitionsvertrages nun Gestalt an. Sanae Abdi , entwicklungspolitische Spr


Weitere Mitteilungen von SPD-Bundestagsfraktion


Scholz: Von der Leyen muss Mindestlöhne für Zeitarbeiter durchsetzen ...
> Zu der Notwendigkeit von Mindestlöhnen erklärt der stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Olaf Scholz: Wir brauchen Mindestlöhne ? auch und besonders in der Zeitarbeit. Bisher hat sich die Union gegen Mindestlöhne für Zeitarbeiter gesperrt. Nach wie vor sieht sie an dieser Stelle kei

4,3% weniger Schwangerschaftsabbrüche im dritten Quartal 2009 ...
> WIESBADEN - Im dritten Quartal 2009 wurden dem Statistischen Bundesamt (Destatis) rund 26 700 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet und damit fast 1 200 weniger als im dritten Quartal 2008 (- 4,3%). Knapp drei Viertel (73%) der Frauen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführe

Kultusminister müssen nachsitzen ...
> "Die Kultusminister haben trotz wiederholter Aufforderung ihre Hausaufgaben nicht erledigt. Dafür müssen sie heute nachsitzen. Die Politik muss endlich handeln", so die hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Nicole Gohlke, die heute an den Protesten in Bonn anlässl

ApolloMedia GmbH & Co. 3., 4. und 5. Filmproduktion KG ...
CLLB Rechtsanwälte erzielen weitere Erfolge für Anleger der Apollo Media GmbH & Co. 3., 4. und 5. Filmproduktion KG. CLLB Rechtsanwälte konnten für Anleger wegen der fehlerhaften Beratung im Zusammenhang mit Beteiligungen an den Medienfonds Apollo Media GmbH & Co. 3., 4. und / oder


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z