Südwest Presse: Kommentar zur Radikalisierung der AfD
ID: 1446496
Höcke den Anhängern von Demokratie und Rechtsstaat - also der
überwältigenden Mehrheit der Bürger dieses Landes - einen Gefallen
getan. In der Rede, die er in Dresden gehalten hat, wendet er sich
nicht nur gegen die deutsche Form, des Holocaust zu gedenken, sondern
mehrfach auch gegen die parlamentarische Demokratie - für jeden
Interessierten in voller Länge im Internet zu sehen. Niemand kann
also behaupten, er habe von nichts gewusst, weder Höckes
Parteikollegen noch der Verfassungsschutz noch die Wähler, die nun
allmählich anfangen, sich Gedanken um die Bundestagswahl im September
zu machen. Höcke hat eine klare Ansage gemacht: Er will die AfD weit
nach rechts führen, er will sie zu einer Bewegung formen, die
Deutschland nach ihrem Gusto umgestaltet. Die Antwort auf diese
Anmaßung muss eine ebenso klare Ansage sein. Zivilgesellschaft und
Politik dürfen keinen Zweifel daran lassen, dass jene, die den
Rechtsstaat und die Demokratie verachten, keinen Anspruch auf
politische Mitbestimmung haben. Das Bundesverfassungsgericht hat in
seinem NPD-Urteil den Ton gesetzt: Eine liberale Demokratie muss auch
die Meinung jener ertragen, die ihre Abschaffung fordern, aber sie
muss sich gegen sie wehren - in Wort und Tat. Zu den Taten gehört,
dass demokratische Parteien weiterhin nicht mit einer AfD
zusammenarbeiten, die Rechtsausleger wie Höcke in ihren Reihen duldet
- aus dem Kalkül heraus, damit Stimmen am ganz rechten Rand
einzufangen. Zu den Taten gehört auch, Teile der Partei vom
Verfassungsschutz beobachten zu lassen. Anlass genug gibt es.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
Original-Content von: S?dwest Presse, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 19.01.2017 - 19:38 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1446496
Anzahl Zeichen: 1979
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ulm
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 509 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Südwest Presse: Kommentar zur Radikalisierung der AfD"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Südwest Presse (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Südwest Presse
WAZ: Eine Wahl zwischen schlechten Alternativen - Kommentar von Tobias Blasius zum NRW-Innenminister in der Defensive ...
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft dürfte als bekennende Freundin des Gesellschaftsspiels mit der misslichen Konstellation einer Zwickmühle vertraut sein. Welchen Zug man auch wählt, er verheißt kein Entkommen aus einem Dilemma. Krafts Vertrauter und Innenminister Ralf Jäger hat am Donner
neues deutschland:Über den Cannabis-Beschluss des Bundestages ...
Viele Schwerkranke, die bisher Cannabispräparate nur nehmen konnten, wenn sie einen Arzt fanden, der die wenigen zugelassenen Mittel verschreibt, und wenn sie die Kosten dafür selbst tragen, dürften aufatmen. Denn mit dem nun beschlossenen Gesetz können neben den existierenden Fertigarzneien
NOZ: NOZ: AfD-Politikerin von Storch: Höcke schadet der Partei ...
Beatrix von Storch: AfD muss sich auf Schicksalsfragen konzentrieren Osnabrück.- Nach seiner umstrittenen Äußerung zum Holocaust-Mahnmal gerät der AfD-Politiker Björn Höcke in seiner eigenen Partei immer mehr unter Druck. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung&quo
Bundesapothekerkammer begrüßt neues Cannabisgesetz (FOTO) ...
Die Bundesapothekerkammer begrüßt, dass in Zukunft Patienten mit medizinisch notwendigem Cannabis versorgt werden können. "In ärztlicher Hand ist Cannabis eine weitere Therapieoption. Wir freuen uns, dass unsere langjährige Forderung aufgegriffen wurde und medizinisch notwendiges C




