WAZ: Früh über Sucht aufklären
- Kommentar von Christopher Onkelbach
zu Drogendelikten an Schulen
ID: 1447510
Rauschgiftkriminalität? Die Polizeistatistik legt diesen Schluss
nahe, zeigt sie doch einen erschreckenden Trend: Die Zahl der Delikte
schnellt in die Höhe. Jeder Schüler dürfte im Laufe seiner Schulzeit
mit Drogen in Kontakt kommen - auf dem Klo einen Joint drehen, ein
paar Pillen einwerfen, ein Tütchen "Gras" verkaufen. Knapp zwölf
Prozent der 12- bis 17-Jährigen hat bereits Drogen konsumiert, der
Anteil derjenigen, die sich in diesem Alter regelmäßig berauschen,
liegt nach Schätzungen bei etwa 1,5 Prozent.
Oft bleibt es also bei einem Versuch, einem Ausprobieren.
Bedenklich aber wird es, wenn Jugendliche in einer Stress- oder
Notsituation zur Droge greifen. Etwa um großem Leistungsdruck,
Mobbing oder Problemen mit den Eltern zu entfliehen. Daraus wird
leicht eine Gewohnheit und schließlich Sucht. Cannabis gilt nicht
umsonst als Einstiegsdroge, zumal die Behörden vermehrt Produkte mit
sehr hohem Wirkstoffgehalt entdecken. Polizei, Politik, Lehrer und
Ämter haben das Problem im Blick, viele Programme bieten Hilfe. Doch
kommt es vor allem auf die Aufmerksamkeit der Eltern an. Sie müssen
mit ihren Kindern offen reden und notfalls Hilfe suchen.
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Datum: 23.01.2017 - 19:09 Uhr
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