Weser-Kurier:Über den Wahlkampf bei Frankreichs Sozialisten schreibt Birgit Holzer:
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Eine Eigenschaft scheint derzeit unverzichtbar für Politiker zu
sein, um bei den französischen Wählern anzukommen: der Status als
Outsider, als Erneuerer eines etablierten Systems. Das gilt sowohl
für den Aufsteiger Emmanuel Macron als auch für Rechtspopulistin
Marine Le Pen. Sogar François Fillon nutzte die Außenseiterrolle bei
der Kandidatenkür der Konservativen. Auch bei der Vorwahl der
Sozialisten hat der wenig bekannte Benoît Hamon, der einen Bruch mit
der Regierungslinie anpeilt, einen Vorsprung vor dem früheren
Premierminister Manuel Valls.
Das Duell der beiden Männer bei der zweiten Runde schreibt damit
den Dauerkonflikt fort, der die Sozialisten während ihrer
fünfjährigen Regierungszeit beherrschte: Auf der einen Seite stand
der reformerische, sozialdemokratische Flügel. Ihn vertritt
Ex-Regierungschef Valls. Die Parteilinke auf der anderen Seite, die
den Regierungskurs stets kritisiert hatte, repräsentiert Hamon.
Mehrheitsfähig ist keine der Einzelströmungen. Mit einem
sozialistischen Kandidaten Hamon und einem rechts ausgerichteten
Bewerber Fillon öffnet sich in der Mitte Raum für den ehemaligen
Wirtschaftsminister Macron.
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Datum: 23.01.2017 - 23:04 Uhr
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