Kölnische Rundschau: Bahn nutzt Körperkameras
Auch DB-Mitarbeiter sollen die Videotechnik in Köln einsetzen, um damit notfalls Beweise zu sichern¶
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KÖLN. Die Bodycams werden zum Erfolgsprodukt. Gab es vor Jahren
bei den Sicherheitsbehörden in NRW noch eine deutliche Ablehnung
gegenüber den tragbaren Videokameras, wollen Polizei, Bundespolizei
und nun auch die Deutsche Bahn (DB) nicht mehr ohne sein. Ab April
wird die Kölner Polizei auf die Bodycams setzen. Die Bundespolizei
ist schon länger von den Wirksamkeit der Kameras überzeugt, und nun
ist auch das Pilotprojekt der DB positiv bewertet worden. Im Großraum
Köln, vermutlich sogar im gesamten Bundesland, sollen
Sicherheitskräfte angesichts zunehmender Gewalt auf Bahnhöfen und in
Zügen künftig die Kameras tragen. Mitte kommender Woche will die DB
ihr Sicherheitskonzept im Kölner Hauptbahnhof vorstellen. Schon im
Dezember 2016 hatte die Bahn mitgeteilt, dass sie das in Berlin
getestete Projekt ausweiten wolle. Die Sicherheitskräfte der Bahn
tragen die Körperkameras an der Brust, die aktuellen Bilder sind auf
einem Monitor am Gerät zu sehen. Bei einer Attacke sieht sich der
Angreifer selbst - per Knopfdruck können die Bilder von den
Sicherheitskräften gespeichert werden. Die Bodycams sollen nicht nur
Beweismaterial im Falle von Straftaten sichern, sondern auch
Angreifer abschrecken. So sollen die Bodycams auch im
Fußballfan-Reiseverkehr in NRW eingesetzt werden. Im ersten Halbjahr
2016 gab es laut Bahn rund 950 Angriffe auf Bahnbedienstete - zehn
Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zu den Angreifern gehören
Schwarzfahrer, Betrunkene oder Drogenkonsumenten. Aber auch im
Bereich "Fußballkriminalität" gebe es zahlreiche Übergriffe, sagte
ein Polizeibeamter. Im Kölner Hauptbahnhof klagen Beamte schon länger
über zunehmende Aggressivität gegenüber der Bundespolizei. "Ja, wir
brauchen die Videokameras. Sie sind ein wichtiges Instrument für
unsere Arbeit", betonte jüngst der Chef der Bundespolizeiinspektion
Köln, Helmut Langenbach.
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Datum: 03.02.2017 - 11:13 Uhr
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