Westfalenpost: Wahl des Bundespräsidenten
ID: 1455348
wohl die wichtigsten Aufgaben des Bundespräsidenten. Und das hat
Frank-Walter Steinmeier in seiner ersten Rede nach der Wahl getan.
Doch die Herausforderungen für den neuen Bundespräsidenten sind enorm
und sie entziehen sich bisherigen Maßstäben. Die Welt ist aus den
Fugen geraten: der Zusammenhalt der Gesellschaft, die wachsende
Verantwortung Deutschlands in Europa und in der Welt, die
Verteidigung demokratischer Werte gerade im Inneren. All das steht
auf dem Spiel und wird symbolisiert durch den Ausstieg der Briten aus
der Europäischen Union, das rücksichtslose Agieren Donald Trumps als
US-Präsident und die Auseinandersetzung mit neueren politischen
Kräften in den Parlamenten, die den Grundkonsens in Frage stellen.
Frank-Walter Steinmeier ist ohne Zweifel ein respektabler und
erfahrenen Politiker, der sich diesen Aufgaben besonnen stellen wird.
Doch er ist ein Bundespräsident, der nur durch die Schwäche der CDU
möglich wurde. Bundeskanzlerin Angela Merkel vermochte es nicht,
einen eigenen Kandidaten oder eine eigene Kandidatin zu präsentieren.
Wie sehr das die Union schmerzt, ließ sich gestern am Wahlergebnis
ablesen. Steinmeier erhielt rund 160 Stimmen weniger als aus diesem
Lager möglich gewesen wären. Das Momentum liegt also bei der SPD. Zum
Höhenflug in den Umfragen hat allerdings nicht Sigmar Gabriels
Schachzug beigetragen, Steinmeier als Bundespräsidenten durchzusetzen
und sich selbst auf den Posten des Außenministers zu befördern. Für
den Stimmungswechsel sorgte ausschließlich die Kür von Martin Schulz
zum neuen SPD-Kanzlerkandidaten. Besonnenheit und 30 Jahre Erfahrung
als Politik-Profi werden dem Nordrhein-Westfalen Steinmeier in seinem
neuen Amt angesichts der Herausforderungen nicht reichen. Seine
Biografie als SPD-Vertreter muss in den Hintergrund treten. Sonst
gefährdet er den Zusammenhalt der demokratischen Parteien. Und für
die Nähe zu den Bürgern benötigt der gewählte Bundespräsident Abstand
vom strengen Protokoll, das ihn als Außenminister in ein Korsett
gezwängt hat. Joachim Gauck mag dafür als Vorbild dienen.
Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion
Telefon: 02331/9174160
Original-Content von: Westfalenpost, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.02.2017 - 19:08 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1455348
Anzahl Zeichen: 2535
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hagen
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 381 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Wahl des Bundespräsidenten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalenpost (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo
Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef
Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt
Weitere Mitteilungen von Westfalenpost
WAZ: Es droht eine Schlammschlacht - Kommentar von Lutz Heuken zur Anti-Schulz-Kampagne ...
Es wäre naiv zu glauben, bei der Bundestagswahl gehe es allein um den fairen Wettstreit für das beste politische Programm. Denn natürlich spielen auch die Spitzenkandidaten eine entscheidende Rolle - mit ihren Stärken und Schwächen. Und natürlich analysieren sowohl Union als auch SPD die Sch
neues deutschland: Sozial und demokratisch? Zum neuen Bundespräsidenten ...
»Liebe Landsleute, lasst uns mutig sein!«, hat Frank-Walter Steinmeier nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten gesagt. Das ist ein guter Vorsatz - auch für ihn selbst. Er ist Umfragen zufolge ein sehr beliebter Politiker, obwohl er an den umstrittenen Hartz-Reformen mitgewirkt hat. Nun ist er
WAZ: Kein Gegengewicht, aber ein Gegenentwurf - Kommentar von Alexander Marinos zur Wahl von Frank-Walter Steinmeier ...
Dass Frank-Walter Steinmeier gestern mit großer Mehrheit zum Bundespräsidenten gewählt wurde, ist eine gute Nachricht. Steinmeier hat die Kraft und die Fähigkeit, als Stabilisator in unsicheren Zeiten nach innen und nach außen zu wirken. Das Amt gerade jetzt als Fortsetzung seiner Außenmi
Steinmeier: "Ich werde in einem Punkt parteiisch sein" ...
"Ich werde in einem Punkt allerdings parteiisch sein: Immer dann nämlich, wenn es um die Sache der Demokratie selbst geht", sagte der frisch gewählte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dem TV-Sender phoenix am Sonntag in Berlin. Pressekontakt: phoenix-Kommunikation Pressestel




