Rheinische Post: Auch deutsche Hausärzte stellen IGeL-Leistungen teilweise infrage
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Kritik des medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes der
Krankenkassen (MDS) an den so genannten IGeL-Leistungen für
Krankenversicherte teilweise begrüßt. "Es gibt IGeL-Leistungen, die
medizinisch sinnvoll und notwendig sein können, beispielsweise
Reiseimpfungen. Bei etlichen anderen ist der medizinische Nutzen
hingegen zweifelhaft", sagte Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des
Deutschen Hausärzteverbandes, der in Düsseldorf erscheinenden
"Rheinischen Post" (Freitagausgabe). "Man kann daher nicht per se
alle IGeL-Leistungen über einen Kamm scheren, hier muss im Einzelfall
differenziert werden", sagte Weigeldt. "Wichtig ist, dass die
Patienten im Gespräch in Ruhe und ohne jeden zeitlichen Druck über
Nutzen und Risiken der jeweiligen IGeL-Leistungen informiert werden",
sagte der Hausärzte-Chef. "Natürlich müssen Patienten im Zweifel
immer die Möglichkeit haben, sich das zu Hause noch einmal durch den
Kopf gehen zu lassen", sagte Weigeldt. Der MDS hat den Nutzen der
meisten von den Ärzten zusätzlich angebotenen individuellen
Gesundheitsleistungen (IGeL), die Patienten privat bezahlen müssen,
im so genannten IGeL-Monitor infrage gestellt.
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Datum: 16.02.2017 - 12:59 Uhr
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