Mittelbayerische Zeitung: Rücksicht ist das Mindeste / Kommentar zur Lage der Rettungsdienste in Bayern
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Sekunden. Deshalb ist für Unfälle und medizinische Notfälle eine
Hilfsfrist vorgesehen. Die Rettungskräfte tun ihr Möglichstes, um
diese Hilfsfrist einzuhalten. Dabei sollten sie jede Unterstützung
bekommen. Niemand hofft, dass er und seine Liebsten je von so einer
Situation betroffen sind. Jeder wünscht sich aber, dass Helfer,
sollte es doch einmal notwendig werden, möglichst schnell zur Stelle
sind. Umso unverständlicher ist es, dass Rettungskräfte immer wieder
behindert werden. Besonders für Notarzt und Rettungsdienst ist es
entscheidend, zügig voranzukommen. Müssen sie sich durch verstopfte
Straßen kämpfen und treffen sie auf ignorante Verkehrsteilnehmer oder
gar bewusste Behinderer, dann erschwert das eine Einsatz massiv. Wenn
sich ein Rettungswagen auf der Autobahn erst durch kreuz- und
querstehende Fahrzeuge schlängeln muss, dann kostet das wertvolle
Zeit. Und es ist eine Situation, die es eigentlich gar nicht geben
dürfte. Denn in der Straßenverkehrsordnung ist klar festgelegt, dass
und wie Rettungsgassen gebildet werden müssen. Was auch viele
Autofahrer vergessen: Je schneller die Einsatzkräfte am Unfallort
sind, desto schneller löst sich auch ein Stau wieder auf.
Problematisch ist aber nicht nur der Weg zum Unfallort. Allzu oft
erschweren dort dann ganze Trauben von Neugierigen die Aufgaben der
Rettungskräfte. Es kommt sogar vor, dass Helfer selbst Opfer von
Attacken durch Gaffer werden. Dass medizinische Laien am Unfallort
Erste Hilfe leisten, kann man nicht erwarten, was man aber durchaus
einfordern kann, ist Rücksicht.
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Datum: 20.02.2017 - 20:45 Uhr
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