Kölner Stadt-Anzeiger: Wiedereröffnung Kölner Oper könnte sich weiter verzögern
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weiter verzögern, berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger"
(Mittwochsausgabe). Das Ingenieurbüro Deerns, das bei der Sanierung
der städtischen Bühnen für die Planung der Gebäudetechnik zuständig
war, hat beim Landgericht Köln ein selbstständiges Beweisverfahren
beantragt, um klären zu lassen, wer für Baumängel und die bisherigen
Bauzeitverzögerungen verantwortlich ist. Das Beweisverfahren bedeutet
in der Regel einen Baustopp, damit vom Gericht bestellte Gutachter
die Mängel eingehend untersuchen können. Die Stadt Köln hatte den
Vertrag mit Deerns gekündigt, weil das Ingenieurbüro für rund 8000
Mängel und somit für die gescheiterte Wiedereröffnung der Oper
verantwortlich sein soll. Deerns streitet das vehement ab.
Jenseits des Beweisverfahrens hat das Landgericht Köln am Dienstag
eine Klage von Deerns gegen die Kündigung seitens der Stadt Köln
abgewiesen. Die städtischen Bühnen seien dazu berechtigt gewesen,
weil das Vertrauensverhältnis nachhaltig erschüttert gewesen sei, so
der Vorsitzende Richter. Wer für die Mängel verantwortlich sei, müsse
aber in einem anderen Prozess geklärt werden. Bernd Streitberger,
technischer Betriebsleiter der städtischen Bühnen, will trotz des
Beweisverfahrens im Juni eine genaue Kostenprognose und einen
Terminplan vorlegen. Die Stadt hat bislang 460 Millionen Euro für die
Sanierung veranschlagt.
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Datum: 21.02.2017 - 19:38 Uhr
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